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title: "«Keine Reaktion unserer Funktionäre»: Zantaria kritisiert die Rückkehr der Russen in den Sport und wirft dem NOK Untätigkeit vor"
description: "Judo-Weltmeister Georgi Zantaria hat die Rückkehr russischer Athleten auf die internationale Bühne scharf kritisiert und die ukrainischen Sportfunktionäre der Untätigkeit beschuldigt, wobei er den Fall einer disqualifizierten Sportlerin anführte, die im IOC zugelassen wurde."
date: 2026-09-16T07:46:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/zantaria-kritik-rueckkehr-russen-in-den-sport-untaetigkeit-funktionaere
tags: [judo, ukraine-sport, russia-athletes-ban, ioc, nok-ukraine, georgy-zantaraia, world-athletics]
publisher: "XAB.info"
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# «Keine Reaktion unserer Funktionäre»: Zantaria kritisiert die Rückkehr der Russen in den Sport und wirft dem NOK Untätigkeit vor

![David Zantaria spricht auf einer Pressekonferenz und kritisiert den ukrainischen NOK](https://xab.info/media/2026/09/16/zantaraia-kritika-vozvrashchenie-rossiyan-v-sport-bezdeystvie-funktsionerov/zantaraia-kritika-vozvrashchenie-rossiyan-v-sport-bezdeystvie-funktsionerov-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Georgi Zantaria wirft den ukrainischen Sportfunktionären vor, auf die Zulassung russischer Athleten im IOC nicht reagiert zu haben
- Geführt wird ein konkretes Beispiel: Eine wegen ihres Aufenthalts in Donezk disqualifizierte Sportlerin tauchte wieder in den Strukturen des IOC auf
- Zantaria erinnerte an seine vierjährige Erfahrung in der Athletenkommission des ukrainischen NOK und an die dokumentarisch bestätigten Arbeitsergebnisse
- Der Ex-Weltmeister erklärte, über keine Befugnisse für offizielle Schreiben zu verfügen, und legte die Verantwortung den amtierenden Verbandsleitern zu
- World Athletics hatte zuvor die Aufrechterhaltung des Banns für Russen und Belarussen bestätigt, was im Kontrast zur Lage in anderen Sportarten steht

Der Präsident des Judo-Verbands von Kiew, Welt- und Europameister Georgi Zantaria, hat scharfe Kritik an den internationalen Sportstrukturen geübt, die russische Athleten auf der internationalen Bühne zulassen, und die inländischen Sportfunktionäre der Passivität beschuldigt. Laut dem Ex-Weltmeister entwickelt sich die Situation um die Rückkehr der Sportler aus dem Aggressorstaat «sehr seltsam», und das Fehlen einer offiziellen Reaktion seitens der ukrainischen Vertreter in den Sportorganisationen erregt tiefe Empörung.

### Der Fall der disqualifizierten Athletin: von Donezk bis zur Tribüne des IOC

Als zentrales Beispiel führte Zantaria einen konkreten Vorfall an: Kürzlich wurde öffentlich ein Foto einer russischen Sportlerin veröffentlicht, die zuvor wegen Unterstützung der Besatzung disqualifiziert worden war – konkret wegen ihres Aufenthalts auf dem besetzten Gebiet in Donezk. Dabei, so Zantaria, stehe dieselbe Athletin heute «im Internationalen Olympischen Komitee», habe also faktisch eine Zulassung zu internationalen Prozessen erhalten. «Eine sehr seltsame Geschichte entsteht um die Tatsache, dass sie heute zurückkehren», betonte er und fügte hinzu, dass seitens der ukrainischen Sportfunktionäre keinerlei Reaktion auf diesen Umstand erfolgt sei.

### Vier Jahre in der Athletenkommission des ukrainischen NOK: Was erreicht wurde

Zantaria erinnerte an seine vierjährige Erfahrung als Leiter der Athletenkommission des Nationalen Olympischen Komitees der Ukraine. In dieser Zeit habe das Team, so seine Worte, «viel dafür getan, dass Russen nicht zugelassen werden», und alle Arbeitsergebnisse seien dokumentarisch bestätigt worden. Der Ex-Weltmeister betont, dass die systematische Arbeit zur Blockade der Zulassung russischer und belarussischer Sportler auf der Ebene konkreter Anträge, des Monitorings und der Dokumentation von Verstößen erfolgte, dieser Mechanismus jedoch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt faktisch zum Stillstand gekommen sei.

### «Ich hätte Erklärungen abgegeben, aber ich habe keine Befugnisse»: Das Legitimitätsproblem

Auf die Frage, warum er keine offiziellen Schreiben an das IOC oder die zuständigen Verbände verfolge, räumte Zantaria ein, dass er selbst bereit wäre, entsprechende Dokumente vorzubereiten und zu übermitteln. Derzeit verfüge er jedoch nicht über die erforderlichen Befugnisse im Rahmen des ukrainischen NOK oder der internationalen Sportstrukturen, was ihn dazu zwinge, «die Situation von außen zu beobachten». Dies schaffe, so seine Einschätzung, ein Vakuum, das von den amtierenden Führungskräften gefüllt werden müsse.

### Die Verantwortung liegt bei den zuständigen Verbandsleitern

Zantaria legte die Verantwortung für die aktuellen Probleme direkt den zuständigen Leitern der Sportverbände und den ukrainischen Sportfunktionären auf. Seiner Überzeugung nach seien gerade sie verpflichtet, «jeden Fall» der Zulassung russischer Athleten aufzuarbeiten, offizielle Proteste vorzubereiten und die Maßnahmen auf internationaler Ebene zu koordinieren. Die Untätigkeit untergrabe, so seine Bewertung, die jahrelange Arbeit zur Isolierung des russischen Sports und schaffe einen Präzedenzfall für die weitere «Aufhellung» von Athleten aus Russland.

### Kontext: World Athletics bestätigt den Bann für Russen und Belarussen

Im Umfeld der Aussagen Zantarais war zuvor berichtet worden, dass World Athletics den geltenden Bann für die Teilnahme russischer und belarussischer Sportler an internationalen Wettkämpfen unter dem Dach des Verbands bestätigt habe. Damit bleibe die Position in der Leichtathletik hart, während in einer Reihe anderer Sportarten, darunter Judo und mehrere olympische Disziplinen, laut Zeugnis ukrainischer Funktionäre eine Tendenz zur schrittweisen Lockerung der Einschränkungen und zur faktischen Zulassung russischer Athleten unter verschiedenen formellen Gründen zu beobachten sei. Zantaria forderte die Ukraine auf, auf derartige Versuche «hart» zu reagieren und eine Normalisierung der Stellung der Sportler des Aggressorstaats auf der internationalen Bühne nicht zuzulassen.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Wir tun alles, damit dies nicht geschieht: Zantaria kritisiert scharf die Rückkehr der Russen in den Sport](https://sport.rbc.ua/ukr/othersport/robimo-vse-shchob-tsogo-stalos-zantaraya-1789544565.html) - Прямые цитаты Зантараи подтверждены. Конкретный случай с атлеткой в МОК основан на свидетельстве самого Зантараи без указания имени спортсменки. Информация о бане World Athletics приведена как ранее сообщённый факт без ссылки на первоисточник в данном материале.

## ❓ FAQ

### Q: Wer ist Georgi Zantaria und warum ist seine Meinung im Sportkontext bedeutsam?
**A:** Georgi Zantaria ist Welt- und Europameister im Judo und Präsident des Judo-Verbands von Kiew. Vier Jahre lang leitete er die Athletenkommission des ukrainischen NOK, wo er sich mit der Frage der Nichtzulassung russischer Sportler zu internationalen Wettkämpfen befasste.

### Q: Welchen konkreten Fall führte Zantaria als Beispiel für die Untätigkeit an?
**A:** Zantaria erwähnte eine russische Sportlerin, die zuvor wegen ihres Aufenthalts auf dem besetzten Gebiet in Donezk disqualifiziert worden war. Laut seinen Angaben tauchte dieselbe Athletin anschließend in den Strukturen des Internationalen Olympischen Komitees auf, während die ukrainischen Funktionäre nicht reagierten.

### Q: Warum reicht Zantaria keine offiziellen Beschwerden beim IOC ein?
**A:** Zantaria erklärte, dass er derzeit nicht über die entsprechenden Befugnisse im Rahmen des ukrainischen NOK oder der internationalen Sportstrukturen verfüge, weshalb er die Situation zwar öffentlich kommentieren, aber keine offiziellen Schreiben übermitteln könne.

### Q: Was ist über den Status des russischen Sports bei World Athletics bekannt?
**A:** Laut zuvor veröffentlichten Informationen hat World Athletics die Aufrechterhaltung des Verbots der Teilnahme russischer und belarussischer Sportler an internationalen Wettkämpfen unter dem Dach des Verbands bestätigt.