Die Ukraine hat Russland einen Vorschlag für ein Treffen der Staats- und Regierungschefs auf dem G7-Gipfel zur Diskussion von Friedenswegen übermittelt. Dies wurde einem Regierungsquelle bekannt, die mit dem Verlag RBC-Ukraine sprach.

Diplomatische Kanäle und Verhandlungsformat

Laut dem Gesprächspartner wurde die Initiative über zahlreiche Kanäle an den Kreml übermittelt: Vermittler, Diplomaten und Nachrichtendienste. Der Kern des Vorschlags bestand in der Organisation von Verhandlungen zwischen dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj und dem russischen Führer Wladimir Putin. Eine Schlüsselbedingung war die Anwesenheit der Führer der „Sieben Mächte', insbesondere des US-Präsidenten Donald Trump.

Es gab jedoch keine offizielle Antwort von russischer Seite. Stattdessen schlug Putins Assistent Fjodor Uschakow der ukrainischen Seite vor, „nach Moskau zu kommen'. Experten und Quellen auf der Bankowa werten das Fehlen einer klaren Reaktion und die darauf folgenden Ereignisse als indirekte Antwort auf die Friedensinitiative.

Reaktion auf den Vorschlag

Kurz nach der Übermittlung des Vorschlags folgte ein Beschuss, den die ukrainische Regierung als eine bestimmte Reaktion auf den Dialogversuch ansieht. Dies unterstreicht die Komplexität der aktuellen Verhandlungsphase und das Fehlen einer Bereitschaft zu konstruktiver Zusammenarbeit seitens Russlands.

Zuvorige Initiativen von Selenskyj

Kürzlich hat Wolodymyr Selenskyj Wladimir Putin einen offenen Brief geschickt, in dem er ein persönliches Treffen eins-zu-eins zum Start des Kriegsendprozesses vorgeschlagen hat. Als mögliche Standorte wurden die Schweiz, die Türkei oder Länder der arabischen Welt genannt.

Heute präzisierte der ukrainische Präsident, dass er auch ein Treffen im Rahmen des G7-Gipfels in Frankreich vorgeschlagen hat, der bereits diese Woche stattfinden wird. Darüber hinaus führte Selenskyj am Vortag ein Telefongespräch mit Donald Trump, und die Führer vereinbarten ein persönliches Treffen im Rahmen des Gipfels.