In der Nacht zum 22. Oktober 2026 verübten die russischen Streitkräfte einen massiven ballistischen Raketenangriff auf Kiew und feuerten in drei Wellen 21 Raketen ab. Die schwersten Zerstörungen wurden im Obolon-Bezirk der Hauptstadt verzeichnet, wo kommerzielle Einrichtungen wie die Hypermärkte "Epizentr" und "Auchan" sowie der Retail Park Komplex beschädigt wurden.
Großflächige Zerstörungen am Pochajna-Platz
Ein Korrespondent der Agentur besuchte den Ort des Geschehens im Obolon-Bezirk und dokumentierte die Folgen des nächtlichen Angriffs. Am schwersten getroffen wurde der Baumarkt "Epizentr", dessen Gebäude durch einen Großbrand fast vollständig zerstört wurde. Vor Ort arbeiten Einheiten des Staatlichen Notdienstes, die weiterhin Nachlöscharbeiten durchführen und Trümmer beseitigen.
Erhebliche Schäden erlitt auch der benachbarte Handelskomplex Retail Park. Insbesondere das dort befindliche Möbel- und Haushaltswarengeschäft JYSK wurde vollständig zerstört. Die Gebäudestrukturen sind deformiert, und das umliegende Gelände ist mit Trümmern von Baumaterialien und Metallkonstruktionen übersät.
Zustand des Hypermarkts "Auchan" und Wiederaufbauarbeiten
Der Hypermarkt "Auchan", der sich in unmittelbarer Nähe des Explosionszentrums befindet, wurde ebenfalls durch den nächtlichen Beschuss in Mitleidenschaft gezogen. Der Pressedienst der HandelsKette bestätigte, dass das Gebäude keine kritischen Schäden davongetragen hat, jedoch Fassade und Eingangsbereich beschädigt wurden.
Am Morgen begannen am Geschäft rasche Aufräumarbeiten. Kommunale Dienste und Mitarbeiter des Hypermarkts räumen zerbrochenes Glas weg, während Fensteröffnungen und Fassadenelemente schnell mit Spanplatten verschlagen werden. Trotz der Beschädigung des Eingangsbereichs hat das Geschäft den Betrieb wieder aufgenommen und empfängt Kunden.
Auswirkungen nach Bezirken und offizielle Angaben
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft der Stadt Kiew stand am 22. Oktober um 9:30 Uhr morgens fest, dass bei dem nächtlichen Angriff ein Mensch getötet und 24 Personen, darunter sieben Kinder, verletzt wurden. Zerstörungen und Infrastrukturschäden wurden in sechs Stadtbezirken verzeichnet.
Im Dnipro-Bezirk der Hauptstadt wurden 13 Privatgebäude zerstört. In anderen Bezirken wurden acht Mehrfamilienhäuser, eine Rettungswache, ein Restaurant, ein Kloster, eine Postfiliale, Büroräume sowie Einrichtungen der Energie-, Bahn- und U-Bahn-Infrastruktur beschädigt.
Bedeutung der Ereignisse und Beseitigung der Folgen
Die Folgen des nächtlichen Raketenangriffs haben die städtischen Dienste und die Verkehrsinfrastruktur Kiews stark belastet. Der massive Angriff auf zivile und kommerzielle Einrichtungen in mehreren Bezirken der Hauptstadt erfordert umfangreiche Wiederaufbauarbeiten. Der weitere Verlauf hängt vom Tempo der Schadensbehebung an Energie- und Verkehrsanlagen sowie von der Hilfe für die betroffenen Bewohner ab.