---
title: "«Kleines Schweiz» in Trümmern: Russland zerstört ein Kinderrehabilitationszentrum in der Oblast Sumy"
description: "Russische Streitkräfte haben ein Kinderrehabilitationszentrum in der Oblast Sumy zerstört, das als «Kleines Schweiz» bekannt war. Der ukrainische Außenminister Andriy Sybiha bezeichnete dies als bewusste Entscheidung des Gegners und forderte die Welt auf, sich nicht an solche Verbrechen zu gewöhnen. 🏚️🇺🇦"
date: 2026-07-19T17:04:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/zerstorung-eines-kinderrehabilitationszentrums-in-der-oblast-sumy-de
tags: [ukraine, sumy, andrii-sybiha, russia-ukraine-war, civilian-infrastructure]
publisher: "XAB.info"
---

# «Kleines Schweiz» in Trümmern: Russland zerstört ein Kinderrehabilitationszentrum in der Oblast Sumy

![Zerstörtes Kinderrehabilitationszentrum 'Kleines Schweiz' in der Region Sumy nach russischem Luftangriff](https://xab.info/media/2026/07/19/razrushenie-detskogo-reabilitacionnogo-tsentra-v-sumskoy-oblasti/razrushenie-detskogo-reabilitacionnogo-tsentra-v-sumskoy-oblasti-1.webp)

In der Oblast Sumy, an der Grenze, ereignete sich ein neues tragisches Ereignis, das zum Symbol der Barbarei des modernen Krieges geworden ist. Die russischen Streitkräfte griffen eine der Filialen des Oblast-Rehabilitationszentrums für Kinder und Menschen mit Behinderungen in Sumy an. Das Gebäude, das zuvor Hunderten von Menschen geholfen hatte, Hoffnung zu finden, liegt nun in Trümmern.

### Zerstörung des «Kleinen Schweiz»

Von der Tragödie berichtete der ukrainische Außenminister Andriy Sybiha. Nach seinen Worten sind Angriffe auf solche Ziele kein Zufall, sondern eine bewusste Entscheidung des Gegners. Das Rehabilitationszentrum, das inmitten einer einzigartigen Natur an der Grenze liegt, war so gemütlich und ruhig, dass die Anwohner es liebevoll «Kleines Schweiz» nannten.

«Hier, inmitten einer unglaublichen Natur, halfen Kindern und Erwachsenen, wieder an ihre eigenen Kräfte zu glauben, sich zu erholen und voranzukommen. Und genau solche Orte wählt Russland bewusst als Ziele», betonte der Außenminister in seiner Erklärung.

### Unterstützung durch Diplomaten und Pläne zur Wiederherstellung

Das Team des Zentrums wurde nicht nur von den Anwohnern, sondern auch von der Fachwelt unterstützt. Die Vereinigung der Ehepartner ukrainischer Diplomaten half der Einrichtung lange Zeit. Ganz kurz vor der Tragödie überreichten sie dem Zentrum eine interaktive Sandkiste, die für die Rehabilitation der Zöglinge bestimmt war. Jetzt beschäftigt sich die Direktorin des Zentrums, Elena Suschenko, mit der Schadensbewertung und der Erstellung einer Liste der dringlichsten Bedürfnisse zur Beseitigung der Folgen des Angriffs.

Die Ukraine plant, das Objekt in kürzester Zeit wiederherzustellen. Andriy Sybiha erklärte, dass das Land zusammen mit internationalen Partnern daran arbeiten werde, das Zentrum wieder in vollem Umfang funktionsfähig zu machen. «Wenn Orte, an denen Kinder und Menschen mit Behinderungen rehabilitiert werden, zum Ziel werden, darf die Welt sich nicht an solches Übel gewöhnen oder Rechtfertigungen dafür suchen», betonte der Minister.

### Systematischer Terror an der Grenze

Die Zerstörung des Rehabilitationszentrums ist nur ein Teil des großen Bildes der Gewalt, die täglich in der Oblast Sumy stattfindet. Die russische Armee greift weiterhin systematisch die zivile Infrastruktur an und setzt gelenkte Luftbomben (KAB), Drohnen und Artillerie ein.

Die Lage in der Region bleibt kritisch:

- In der Nacht vom 17. Juli führte der Feind einen massiven Angriff durch, bei dem fünf KAB-Schläge auf die Stadt Sumy verzeichnet wurden, wodurch zivile Objekte beschädigt wurden.

- Zwei Tage zuvor, am 15. Juli, führten Angriffe auf dicht besiedelte Gebiete dazu, dass mehr als 20 Personen verletzt wurden, einige davon in schwerem Zustand.

- An demselben Tag griff die russische Luftwaffe andere Ortschaften der Gemeinde an und schlug mit sechs KABs in eine belebte Gegend ein, was zum Tod von Zivilisten und Dutzenden Verletzten führte.

Die Grenzregionen erleiden weiterhin Zerstörungen, und unter Beschuss geraten ausschließlich Zivilisten und Objekte der sozialen Infrastruktur. Der ukrainische Außenminister versicherte, dass das Land alles tun werde, damit Russland für jedes begangene Verbrechen zur Rechenschaft gezogen wird.