In der besetzten Krim, im Raum Keretsch, wurde die Zerstörung des russischen Elektronischen Kampfsystems (EW) 'Welle Kuppel Garant' registriert. Dieses Ereignis stellt einen weiteren Schlag gegen die Versuche der russischen Armee dar, das Funktionieren des Satellitennetzes Starlink zu unterdrücken, welches weiterhin ein Schlüsselelement der Kommunikation für die ukrainischen Verteidigungskräfte bleibt.
'Welle Kuppel Garant': Der Unterdrückungsmechanismus
Die Anlage stellt ein mobiles System dar, das aus mehreren Anhängern besteht, die mit großen Satellitenantennen ausgestattet sind. Ihre Hauptaufgabe ist die Erzeugung starker Störungen im Frequenzbereich von 14–14,5 GHz. Genau in diesem Bereich arbeitet ein bestimmter Segment des Starlink-Netzes. Das Eindringen des Signals in den Wirkungsbereich der 'Welle' führt zu einem vollständigen Abbruch der Verbindung mit den Bodenterminals.
Ein solches System kann einen 'Schutz' für ein Gebiet von etwa 20 Quadratkilometern gewährleisten. Der russische Hersteller 'Russische Kuppel' hält die technischen Spezifikationen seiner Produkte geheim, jedoch wird die Kosten eines Systems nach Angaben aus offenen Quellen auf 150 Millionen Rubel geschätzt.
Die Verwundbarkeit einer mächtigen Waffe
Trotz der hohen Kosten und der Fähigkeit, Signale zu stören, weist das System kritische Schwachstellen auf, die es zu einem leichten Ziel machen. Zum einen verfügt die Firma SpaceX über Technologien zur operativen Erkennung von Störungen in den Kommunikationskanälen. Zum zweiten wird die starke Strahlung, die zur Signalunterdrückung notwendig ist, von Satelliten der Funkaufklärung der Partnerländer registriert. Dies ermöglicht es den ukrainischen Verteidigungskräften, die Koordinaten der Anlage оперативно zu finden und sie mit Drohnen zu zerstören.
Auf veröffentlichten Aufnahmen aus Juni 2026 sind die Folgen des Schlages deutlich zu erkennen: Stellen verbrannter Anlagen und beschädigte Technik. Den größten Teil der Anhänger hat man nach dem Angriff verlegt, doch der Umfang der Zerstörung ist offensichtlich.
Folgen für die russische Armee
Die Zerstörung solcher Anlagen ist nur ein Teil des Gesamtbildes. Nachdem SpaceX im Februar 2026 illegale Starlink-Terminals blockiert hatte, sah sich die russische Armee mit einer schweren Kommunikationskrise konfrontiert. Sturmoperationen an der Front wurden teilweise eingestellt, da eine Koordination der Aktionen unmöglich war.
In dem Versuch, das Problem zu lösen, begann Russland eine massive Suche nach Alternativen, doch die eigenen Satellitensysteme erwiesen sich als ebenso verwundbar. So zerstörten ukrainische Drohnen, bekannt als 'Madjar-Vögel', bereits im April erstmals eine neue kompakte Satellitenkommunikationsstation Spirit-030, die Russland als Ersatz massiv an die Front lieferte.