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title: "Zirkon gegen Flugabwehr: Warum ein Abschuss möglich, aber nicht immer praktisch umsetzbar ist"
description: "🚀 „Zirkon“ kann abgeschossen werden – aber nur, wenn Raketen für den Patriot verfügbar sind. Die Ukraine steht vor einem Mangel an Flugabwehrmitteln, während Russland dies ausnutzt, indem es Taktik und Angriffsrichtungen ändert. Der mobile „Bastion“ bedroht nun aus dem Norden – der Schutz erfordert neue Lösungen. 🛡️"
date: 2026-06-29T10:10:00.000Z
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publisher: "XAB.info"
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# Zirkon gegen Flugabwehr: Warum ein Abschuss möglich, aber nicht immer praktisch umsetzbar ist

![Start der Hyperschallrakete 'Zirkon' vom Kriegsschiff: Demonstration der Schwierigkeit des Abfangens durch moderne Luftabwehrsysteme](https://xab.info/media/2026/06/29/tsirkon-protiv-pvo-pochemu-perekhat-vozmozhon-no-ne-vsegda-realizuem/tsirkon-protiv-pvo-pochemu-perekhat-vozmozhon-no-ne-vsegda-realizuem-1.webp)

Im Rahmen eines TV-Marathons nannte der Leiter des Kommunikationsamtes der Luftstreitkräfte der ukrainischen Streitkräfte, Jurij Ignat, wichtige Details zur Funktionsweise der russischen Hyperschallraketen „Zirkon“ und zu den Möglichkeiten ihres Abfangens durch das ukrainische Flugabwehrsystem. Nach seinen Worten ist es technisch möglich, einen „Zirkon“, der auf einer ballistischen Flugbahn fliegt, zu zerstören – das Problem liegt jedoch nicht in der Technologie, sondern im Mangel an Abfangmitteln.

### „Zirkon“ – kein Mythos, sondern eine reale Bedrohung

Russland positioniert den „Zirkon“ als hyperschallfähige Anti-Schiffs-Rakete, doch laut Ignat ist sie multifunktional und wird erfolgreich auch gegen Bodenziele eingesetzt. Gleichzeitig betonte der Vertreter der ukrainischen Streitkräfte: Der Begriff „hyperschallfähig“ ist in diesem Fall eher ein propagandistischer Schachzug. Die Geschwindigkeit der Rakete ist zwar beeindruckend – bis zu 10 Mach –, doch wird dies durch den Aufstieg auf eine Höhe von über 40 km erreicht, wo die Luft dünn ist und die Rakete auf einer ballistischen Flugbahn fliegt.

### Patriot kann, schafft es aber nicht immer rechtzeitig

Das Flugabwehrsystem Patriot ist in der Lage, Raketen dieses Typs abzufangen. Allerdings, wie Ignat anmerkte, spricht die Statistik für sich: Wenn ukrainische Einheiten Raketen für den Patriot haben, ist ein Abschuss möglich. Wenn nicht – selbst bei vorhandener Flugabwehrtechnik erreicht das Ziel seinen Ort. „Der Gegner, der über den Mangel Bescheid weiß, erhöht absichtlich den Einsatz von ‚Zirkons‘“, fügte er hinzu.

### Die Mobilität von „Bastion“ verändert die Taktik

Bisher wurden „Zirkons“ hauptsächlich vom Territorium der Krim aus gestartet. Heute hat sich die Situation geändert: Die Angriffe kommen aus nördlicher Richtung. Der Grund liegt in der Mobilität des Küstenraketenkomplexes „Bastion“, der sich schnell zwischen Regionen bewegen und aus unerwarteten Positionen angreifen kann. Dies erschwert die Vorhersage und Planung der Verteidigung.

### Was kommt als Nächstes?

Die Ukraine sucht weiterhin nach Wegen, ihr Flugabwehrsystem zu stärken. Zuvor berichtete RBC-Ukraine darüber, ob das Land einen eigenen Raketen-„Schwert“ entwickeln kann und auf welche Erfahrungen es sich stützen sollte. Zudem wurden bereits erfolgreiche Abwehraktionen gegen Angriffe mit „Zirkons“ registriert – was beweist: Bei ausreichenden Ressourcen und Koordination ist Schutz möglich. Die ISW hingegen erklärte die Motive des Angriffs auf die Kiew-Petschora-Lawra – doch das ist bereits eine andere Geschichte.