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title: "„Zirkon“-Raketen in Massen: Warum die ukrainische Luftabwehr es nicht schaffte, 8 Hyperschallraketen in einer Nacht abzuschießen"
description: "🚀 Russland setzte 8 Hyperschallraketen „Zirkon“ in einer Nacht ein – keine wurde abgeschossen. Die ukrainische Luftabwehr steht vor einem kritischen Mangel an PAC-3-Abfangraketen. Experten: Das Problem lässt sich durch Lieferungen lösen, doch bisher erreichen die Ziele ihre Ziele. 🇺🇦🛡️"
date: 2026-06-02T11:02:00.000Z
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# „Zirkon“-Raketen in Massen: Warum die ukrainische Luftabwehr es nicht schaffte, 8 Hyperschallraketen in einer Nacht abzuschießen

![Start der Hyperschallrakete 'Zirkon' von der Startplattform vor dem Himmel — Illustration eines Massenangriffs auf die Ukraine](https://xab.info/media/2026/06/02/tsirkony-v-massovom-poryadke-pochemu-pvo-ukrainy-ne-smogla-sbit-8-giperzvukovykh-raket-za-odnu-noch/tsirkony-v-massovom-poryadke-pochemu-pvo-ukrainy-ne-smogla-sbit-8-giperzvukovykh-raket-za-odnu-noch-1.webp)

In der Nacht vom 1. auf den 2. Mai setzte Russland gegen die Ukraine eine beispiellose Anzahl von Hyperschallraketen vom Typ „Zirkon“ ein – gleich acht Stück. Keine einzige wurde von der Luftabwehr abgeschossen. Dieses Ereignis markierte einen Wendepunkt in der russischen Schlagtaktik und deckte kritische Lücken im Schutz des ukrainischen Himmels auf.

### Von der Anti-Schiffs-Rakete zur Waffe gegen Städte

Die Rakete 3M22 „Zirkon“ wurde ursprünglich als Anti-Schiffs-Waffe entwickelt, um überwasserliegende Ziele mit Luft- und Raketenabwehrsystemen zu treffen. Im Verlauf des Krieges hat sich ihr Einsatz jedoch grundlegend verändert. Jetzt wird sie untypischerweise für Angriffe auf Bodenziele auf ukrainischem Territorium eingesetzt.

Der Analyst des Ukrainischen Zentrums für Sicherheit und Zusammenarbeit, Anton Zemljanoj, erklärt, dass Russland die „Zirkons“ für mobile Küstenstartanlagen vom Typ „Bastion“ umgerüstet hat, die zuvor für Raketen vom Typ „Oniks“ verwendet wurden. Dies ermöglichte eine Erweiterung der Startgeografie: Während die Raketen früher vom besetzten Krim starteten, werden sie nun auch vom Gebiet von Kursk aus gestartet.

### Technische Merkmale und Flugbahn

„Zirkon“ ist eine zweistufige Rakete: Die erste Stufe arbeitet mit Feststofftreibstoff, die zweite ist mit einem Strahltriebwerk mit direktem Luftstrom (Scramjet) ausgestattet. Die Zielzuweisung erfolgt durch Satelliten oder Aufklärungsflugzeuge. Experten zufolge steigt die Rakete auf eine Höhe von mehr als 40 km und greift auf einer ballistischen Flugbahn an, was sie zu einem extrem schwierigen Ziel für die Abfangung macht.

### Warum die Luftabwehr versagte?

Das ukrainische Luftabwehrsystem hatte „Zirkons“ zuvor erfolgreich abgefangen, insbesondere während der Angriffe auf Kiew. Eine Schlüsselrolle spielte dabei das amerikanische Patriot-System mit PAC-3-Abfangraketen. Doch in der Nacht vom 1. auf den 2. Mai wurde keine der acht gestarteten Raketen abgeschossen.

Laut Anton Zemljanoj liegt der Grund in einem akuten Mangel an ballistischen Abfangraketen. Die Partner konnten die notwendigen Munitionsvorräte für das Patriot-System nicht rechtzeitig bereitstellen. Infolgedessen erreichte ein erheblicher Teil der ballistischen Raketen, einschließlich aller „Zirkons“, ihre Ziele.

### Produktion und Einsatzstrategie

Laut dem Hauptnachrichtendienst der Ukraine steigen die Produktionsraten der „Zirkons“ in Russland nicht wesentlich – etwa 10 Stück pro Monat. In den letzten Jahren hat Russland etwa 200 solcher Raketen angesammelt. Trotz begrenzter Vorräte setzt Russland sie strategisch ein: nicht für massenhafte Angriffe wie bei den Marschflugkörpern Ch-101 oder „Kalibr“, sondern zur Diversifizierung der Bewaffnung und zur Erzeugung zusätzlichen Drucks auf die Luftabwehr.

Der Experte stellt fest, dass Russland nicht in der Lage ist, monatlich dauerhaft 30 Standard-Ballistikraketen ohne lange Akkumulation zu starten. Daher „verdünnt“ es die Angriffe mit „Zirkons“, um die Effektivität der Zielzerstörung zu maximieren.

### Fazit: Eine Herausforderung, die bewältigt werden kann

„Hätten wir eine ausreichende Anzahl von Abfangraketen für die Patriot-Systeme gehabt, hätten wir diese Herausforderung mit den „Zirkons“ erfolgreich bewältigt“, fasste Anton Zemljanoj zusammen. Das Problem liegt nicht im Fehlen von Technologie, sondern in der Logistik und den Lieferungen. Ohne rechtzeitige Nachschub der Munition bleibt die ukrainische Luftabwehr gegenüber neuen Typen von Hyperschallwaffen verwundbar.