Für angehende Studierende, die ihre Karriere mit Kunst, der Designbranche oder Architektur verbinden möchten, bringt die Zulassungskampagne 2026 erhebliche Änderungen mit sich. Die Registrierung für die Kreativwettbewerbe öffnet bereits am 3. Juli, doch die Zeit arbeitet gegen die Bewerber: Die Plätze in den Hörsälen sind begrenzt, und das Registrierungssystem erfordert maximale Schnelligkeit.
Der Kampf um einen Platz im Hörsaal
Der Bewerbungsprozess wurde vollständig in den digitalen Bereich über persönliche Online-Portale verlagert. Ein entscheidender Erfolgsfaktor ist jedoch nicht nur die rechtzeitige Einreichung, sondern auch die Bestätigung der Registrierung. Die Hochschulen bestimmen selbst die technische Kapazität der Hörsäle und die Anzahl der Sitzungen. Wenn für das gewählte Datum keine Plätze mehr verfügbar sind, hat die Hochschule (ZVO) das volle Recht, die Teilnahme am Wettbewerb abzulehnen.
Bewerbern wird dringend geraten, sich so früh wie möglich zu registrieren. Der Antrag muss den Status „bestätigt' erhalten. Der Status „storniert' bedeutet, dass der Platz nicht gesichert ist und eine Teilnahme unmöglich wird. Im Falle von Terminüberschneidungen bei Wettbewerben an verschiedenen Hochschulen müssen die Bewerber flexibel sein und den Status ihrer Anträge genau im Auge behalten.
Das Ergebnis des Kreativexams ist wichtiger als Mathematik
Die wichtigste Änderung der Spielregeln betrifft die Gewichtungskoeffizienten. Für die meisten kreativen Studiengänge ist das Ergebnis des Wettbewerbs selbst zum bestimmenden Faktor bei der Berechnung des Punktestands geworden.
Nikolai Trofimenko, stellvertretender Minister für Bildung und Wissenschaft der Ukraine, bestätigte, dass für künstlerische Richtungen – Architektur, Design, bildende, musikalische und audiovisuelle Künste – der Koeffizient des Kreativwettbewerbs von 0,6 auf 0,7 erhöht wurde. Im Gegensatz dazu wurde das Gewicht der Mathematik im Punktestand auf 0,075 gesenkt, was weniger als 10 % ausmacht.
„Für die meisten kreativen Studiengänge ist das Gewicht des Kreativwettbewerbs gestiegen. Für solche Studiengänge hat das Ergebnis des Wettbewerbs selbst einen größeren Einfluss auf den Punktestand', so der Beamte in einem Interview mit RBC-Ukraine.
Absage von Wettbewerben und Fernformat
Trotz der verschärften Anforderungen an Künstler und Architekten wurden die Regeln für einige Richtungen gelockert. In diesem Jahr hat das Bildungsministerium (MON) den Kreativwettbewerb für kulturwissenschaftliche Studiengänge abgeschafft.
Was das Prüfungsformat betrifft, so hat das MON trotz der allgemeinen Anforderung der persönlichen Anwesenheit eine Ausnahme für vier Kategorien von Bewerbern gemacht, die am Wettbewerb fernmündlich teilnehmen dürfen. Dies ermöglicht einen erweiterten Zugang zur Bildung für diejenigen, die nicht physisch an die Hochschule reisen können.
Transparenz und Fristen
Das Bewertungssystem bleibt streng: Die Bewerber erhalten Punkte auf einer Skala von 100 bis 200, oder die Kommission spricht das Urteil „ungenügend' aus. Die Ergebnisse der Kreativwettbewerbe werden auf den offiziellen Websites der Hochschulen spätestens am Tag nach der Prüfung veröffentlicht. Dort werden auch die Daten zum Mindestpunktestand und die endgültigen Listen für die Vergabe von Budget- und Vertragsplätzen veröffentlicht.
Kontext der Kampagne 2026
Es ist wichtig, den allgemeinen Zeitplan der Zulassungskampagne zu beachten. Die Registrierung der Online-Portale startete bereits am 1. Juli, und die Einreichung der eigentlichen Anträge beginnt am 19. Juli. In diesem Jahr wurde die Anzahl der Anträge, die ein Bewerber stellen kann, auf 10 reduziert (davon 5 für das Budget).
Angesichts dieser Änderungen werden auch Vorschläge zur Senkung der Hürde laut. Zuvor hatte der Rektorverband das MON gebeten, den Mindestpunktestand für Elite-Studiengänge von 150 auf 130 Punkte zu senken. Das Ministerium lehnte diesen Vorschlag jedoch ab und erklärte, dass es den Mindestpunktestand für einzelne Richtungen nicht überarbeiten werde.