In der Ukraine ist die Zulassungskampagne für Einrichtungen der beruflichen Bildung offiziell eröffnet. In diesem Jahr stehen die Türen der Fachhochschulen nicht nur für Absolventen der 9. und 11. Klasse offen, sondern auch für Erwachsene, die ihren Berufsweg ändern oder einen neuen Beruf erlernen möchten.

Auswahl ohne NMT: Wie man in die Berufsausbildung kommt

Der Hauptunterschied bei der Zulassung zu beruflichen Bildungseinrichtungen im Vergleich zu Universitäten ist das Fehlen eines obligatorischen Nationalen Mehrfachfachtests (NMT). Die Zulassungsbedingungen werden von jeder Einrichtung selbst festgelegt. Bewerber sollten sich an den Anforderungen der jeweiligen Fachhochschule orientieren: Meistens geht es um ein Vorstellungsgespräch oder die Ablegung von Aufnahmeprüfungen.

Besondere Anforderungen für Wehrpflichtige

Für Bewerber, die im Wehrdienst stehen, gilt eine zusätzliche Regel. Zum Dokumentenpaket muss eine Kopie des Wehrdienstausweises beigelegt werden. Dies kann ein Wehrpass, eine vorläufige Bescheinigung oder eine Bescheinigung über die Eintragung beim Wehrbezirk sein.

Dauer der Ausbildung und finanzielle Unterstützung

Die Dauer des Studiums in beruflichen Fachhochschulen ist flexibel und hängt von mehreren Faktoren ab: der gewählten Fachrichtung, dem Niveau der Grundbildung des Bewerbers und seiner bereits vorhandenen Qualifikation. Der Kurs kann zwischen 6 Monaten und 3 Jahren dauern.

Der Staat sieht Unterstützung für Studierende vor. Ihnen stehen Wohnheime zur Verfügung sowie die Zahlung eines Stipendiums. Die Mindesthöhe des Stipendiums in diesem Studienjahr beginnt bei 1250 Hrywnja.

Neustart des Systems und Einfluss der Wirtschaft

In diesem Jahr steht die berufliche Bildung einer umfassenden Transformation gegenüber. In den Fachhochschulen wurde die Aktualisierung der Lehrpläne und die Modernisierung der technischen Basis angekündigt. Dies wird es ermöglichen, Fachkräfte auszubilden, die auf dem modernen Arbeitsmarkt stärker nachgefragt werden.

Zudem wurde zuvor beschlossen, Aufsichtsräte bei allen Einrichtungen der beruflichen Hochschulbildung und der beruflich-technischen Bildung einzurichten. Zu deren Mitgliedern gehören Vertreter der Wirtschaft und Arbeitgeber, was eine direkte Qualitätskontrolle der Personalausbildung durch die Industrie gewährleisten soll.