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title: "Zusammenstöße in Petropawliwskaja Borschtschahiwka: SBI eröffnet Verfahren wegen Amtsmissbrauchs, Ombudsmann fordert Überprüfung beider Seiten"
description: "Das SBI hat nach Zusammenstößen in Petropawliwskaja Borschtschahiwka am 2. November ein Strafverfahren wegen Amtsmissbrauchs eingeleitet. Ombudsmann Lubinez fordert die Überprüfung sowohl des Militärs als auch der angreifenden Zivilisten."
date: 2026-11-03T09:48:17.520Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/zusammenstoesse-petropawliwskaja-borschtschahiwka-sbi-ombudsmann
tags: [ukraine, kyiv, national-guard, ombudsman, sbi, military, civilian-conflict]
author: "Roman V."
publisher: "XAB.info"
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# Zusammenstöße in Petropawliwskaja Borschtschahiwka: SBI eröffnet Verfahren wegen Amtsmissbrauchs, Ombudsmann fordert Überprüfung beider Seiten

![Nächtliche Zusammenstöße in Petropawliwskaja Borschtschahiwka: beschädigte Polizeiautos und ein Bus der Nationalgarde](https://xab.info/media/2026/11/03/stolknoveniya-petropavlovskaya-borshchagovka-gbr-ombudsmen/stolknoveniya-petropavlovskaya-borshchagovka-gbr-ombudsmen-1.webp)

## Kernpunkte

- Am Abend des 2. November kam es in Petropawliwskaja Borschtschahiwka zu Zusammenstößen zwischen Anwohnern und Nationalgardisten
- Das SBI leitete ein Strafverfahren nach § 5 Art. 426-1 StGB ein (Überschreitung von Befugnissen durch einen Militärbeamten)
- Ombudsmann Dmytro Lubinez schickte Anfragen an alle Strafverfolgungsbehörden und fordert die Überprüfung beider Seiten
- Nationalgarde-Kommandeur Piwnenko bestätigte, dass sich im Haus Soldaten befanden, die nach unerlaubtem Verlassen der Einheit entdeckt worden waren
- Die Nationalgarde leitete eine interne Dienstprüfung ein

In Kiew, im Stadtteil Petropawliwskaja Borschtschahiwka, kam es am Abend des 2. November 2026 zu Zusammenstößen zwischen Anwohnern und Militärangehörigen. Der Vorfall löste ein breites Echo aus: In den sozialen Medien verbreiteten sich Berichte darüber, dass Männer, die ihre Militäreinheiten unerlaubt verlassen hatten, im Keller eines privaten Hauses festgehalten würden. Eine Menschenmenge von Zivilisten versammelte sich vor Ort, was zu einem Angriff auf das Militär führte. Am Morgen des 3. November gab das Staatliche Untersuchungsbüro (SBI) die Einleitung eines Strafverfahrens bekannt, und der Menschenrechtsbeauftragte der Werchowna Rada, Dmytro Lubinez, sandte offizielle Anfragen an alle Strafverfolgungsbehörden mit der Forderung nach einer umfassenden Untersuchung.

### Chronologie und Umstände des Vorfalls

Den verfügbaren Daten zufolge versammelte sich am Abend des 2. November eine Gruppe von Anwohnern vor einem Privathaus in Petropawliwskaja Borschtschahiwka. In den sozialen Medien kursierten Informationen über die angegebene Inhaftierung von Männern im Keller des Gebäudes, die laut Online-Angaben ihre Militäreinheiten unerlaubt verlassen hatten. Der Kommandeur der Nationalgarde, Oleksandr Piwnenko, bestätigte später, dass sich tatsächlich Nationalgardisten im Haus befanden. Seinen Angaben zufolge wurden sie entdeckt, nachdem sie ihre Militäreinheit unerlaubt verlassen hatten. Infolge der Zusammenstöße wurden sowohl Militärangehörige als auch voraussichtlich Zivilisten verletzt; am Tatort wurden Beschädigungen an Fahrzeugen, darunter Polizeiautos und ein Dienstlastwagen, verzeichnet.

### Reaktion des Menschenrechtsbeauftragten

Ombudsmann Dmytro Lubinez erklärte, er habe bereits offizielle Anfragen an alle Strafverfolgungsbehörden geschickt, um alle Umstände des Vorfalls zu überprüfen. Er betonte die Notwendigkeit, die rechtlichen Grundlagen für die Anwesenheit von Militär und Nationalgarde in den Räumlichkeiten zu klären sowie eine rechtliche Bewertung der Handlungen aller Beteiligten vorzunehmen. „Es ist notwendig festzustellen, um was für ein Haus es sich handelt, welche Aufgaben das Militär und die Vertreter der Nationalgarde dort ausgeführt haben und ob die gesetzlichen Anforderungen eingehalten wurden“, so Lubinez. Gesondert machte der Ombudsmann auf das Handeln von Zivilisten aufmerksam, die einen Angriff auf das Militär anzettelten, und forderte eine juristische Bewertung ihrer Taten, wobei er solche Vorkommnisse als „öffentliche Missachtung von Verteidigern“ bezeichnete.

### SBI leitet Strafverfahren ein

Das Staatliche Untersuchungsbüro hat ein Strafverfahren nach Teil 5 Artikel 426-1 des Strafgesetzbuches der Ukraine eingeleitet – Überschreitung der Macht oder der dienstlichen Befugnisse durch einen militärischen Amtsträger. SBI-Mitarbeiter arbeiten zusammen mit der Staatsanwaltschaft, der Nationalen Polizei und dem Büro des Militärombudsmanns daran, alle Umstände des Falles aufzuklären. Ermittler prüfen die Rechtmäßigkeit der Anwesenheit des Militärs im Gebäude, Berichte über möglichen Zwang und die Ursachen des Konflikts. Das Büro wies darauf hin, dass sich eine erhebliche Menge widersprüchlicher Informationen rund um das Ereignis verbreitet, und forderte die Öffentlichkeit und die Medien auf, sich ausschließlich an offizielle Daten zu halten.

### Position der Nationalgarde und Aufruf zur Zurückhaltung

Nach dem Bekanntwerden des Vorfalls leitete die Nationalgarde eine interne Dienstprüfung ein. Die Behörde versprach, die Verantwortlichen zur Rechenschaft zu ziehen. Ombudsmann Lubinez betonte seinerseits, dass der einzige Weg, solche Zusammenstöße zu stoppen, darin bestehe, objektive Fakten festzustellen, ohne die Parteien voreilig zu rechtfertigen oder zu verurteilen. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels am 3. November 2026 liegen noch keine offiziellen Untersuchungsergebnisse vor; alle Beteiligten des Geschehens – sowohl Militär als auch Zivilisten – bleiben in dem Status von Personen, deren Handlungen einer rechtlichen Bewertung unterliegen.

## Faktencheck und Quellen

- [Столкновения в Петропавловской Борщаговке: омбудсмен требует проверки, а ГБР открыло дело](https://www.rbc.ua/ukr/news/sutichki-petropavlivskiy-borshchagivtsi-ombudsmen-1793698664.html) - Die Primärquelle enthält Aussagen des Ombudsmanns, den SBI-Bericht über die Verfahrenseröffnung und die Bestätigung des Nationalgarde-Kommandeurs. Vorbehalt: Endgültige Untersuchungsergebnisse liegen noch nicht vor, die Umstände werden weiterhin ermittelt, und das SBI weist auf widersprüchliche Online-Informationen hin.

## Häufige Fragen

### Was ist am 2. November in Petropawliwskaja Borschtschahiwka passiert?

Am Abend des 2. November versammelten sich Anwohner vor einem Privathaus in Petropawliwskaja Borschtschahiwka, nachdem in sozialen Medien Informationen über eine mögliche Inhaftierung von Männern im Keller auftauchten, die Militäreinheiten verlassen hatten. Es kam zu Auseinandersetzungen mit im Haus befindlichen Nationalgardisten. Vor Ort wurden Fahrzeugschäden verzeichnet.

### Unter welchem Paragraphen wurde das Strafverfahren eingeleitet?

Das SBI eröffnete ein Verfahren nach Teil 5 Artikel 426-1 des Strafgesetzbuches der Ukraine – Überschreitung der Macht oder dienstlichen Befugnisse durch einen militärischen Amtsträger.

### Was fordert Ombudsmann Dmytro Lubinez?

Lubinez sandte Anfragen an alle Strafverfolgungsbehörden mit der Forderung, die rechtlichen Grundlagen für den Aufenthalt des Militärs in den Räumlichkeiten festzustellen, alle Umstände zu prüfen und eine rechtliche Bewertung der Handlungen jedes Beteiligten – sowohl des Militärs als auch von Zivilisten – vorzunehmen.

### Hat die Nationalgarde die Anwesenheit ihrer Soldaten bestätigt?

Ja. Nationalgarde-Kommandeur Oleksandr Piwnenko bestätigte, dass sich Soldaten der Nationalgarde im Haus befanden, die nach dem unerlaubten Verlassen einer Militäreinheit entdeckt worden waren. Die Behörde leitete eine Dienstprüfung ein.