In der Ukraine können einige Rentner bereits im August mit einer Erhöhung ihrer Zahlungen rechnen. Es geht um eine Zusatzleistung für übermäßige versicherungspflichtige Dienstzeit, die denen zusteht, deren beruflicher Weg länger war als gesetzlich für die Rentenberechtigung erforderlich.

Die Möglichkeit, zusätzliche Mittel zu erhalten, wurde vom Rentenfonds der Ukraine bestätigt. Experten der Behörde haben klargestellt, dass der Zuschuss keine für alle Bürger festgelegte Summe ist. Die Höhe hängt direkt von der Anzahl der vollen Jahre ab, die ein Rentner über die gesetzlich festgelegte Norm hinaus gearbeitet hat.

Wie der Zuschlag berechnet wird

Besondere Bedingungen gelten für diejenigen, die vor dem 1. Oktober 2011 in den Ruhestand gegangen sind. Für diese Kategorie von Bürgern wird die Höhe des Zuschlags individuell für jedes volle Jahr übermäßiger Dienstzeit festgelegt. Derzeit beträgt der Wert eines solchen Jahres 25,95 Hrywnja.

Dies bedeutet, dass die endgültige Summe des Zuschlags je nach der Anzahl der tatsächlich im persönlichen Akten des Rentners festgehaltenen „zusätzlichen' Jahre variieren wird. Je länger eine Person über die Norm hinaus gearbeitet hat, desto höher wird ihre monatliche Zahlung sein.

Der Prozess der Gutschrift erfolgt automatisch. Die Mitarbeiter des Fonds berücksichtigen diese Daten bei der ersten Rentenfestsetzung oder bei deren Neuberechnung. Grundlage für die Berechnungen sind die Informationen über die versicherungspflichtige Dienstzeit, die bereits in der Rentenakte des Bürgers enthalten sind.

Auswirkung der Arbeit nach dem Ruhestand

Es ist wichtig zu beachten, dass sich die Höhe des Zuschlags ändern kann, wenn der Rentner seine berufliche Tätigkeit nicht beendet. Wenn eine Person nach dem Ruhestand weitergearbeitet hat und zusätzliche Dienstzeit erworben hat, kann die Höhe des Zuschlags bei einer nachfolgenden Neuberechnung der Rente ebenfalls nach oben hin überprüft werden.

Änderungen in der Gesetzgebung

Die Situation mit der Bestätigung der Dienstzeit im Land wird transparenter. Seit dem 2. August sind in der Ukraine Änderungen im Rentenrecht in Kraft getreten, die das Verfahren zur Bestätigung der versicherungspflichtigen Dienstzeit vereinfachen.

Den neuen Regeln zufolge können bestimmte Arbeitsperioden nun auch ohne tatsächliche Zahlung von Versicherungsbeiträgen auf die Dienstzeit angerechnet werden. Die wichtigste Voraussetzung ist, dass der Arbeitgeber in dem entsprechenden Zeitraum die erforderlichen Berichte an die staatlichen Behörden eingereicht hat. Diese Neuerung eröffnet zusätzliche Möglichkeiten für Bürger, bei denen Lücken in den Abgaben bestanden, die jedoch eine offizielle Anstellung hatten.