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title: "Zwei gefangene Angehörige der Nationalgarde bei Dobropillie hingerichtet: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Kriegsverbrechen"
description: "Die Oblaststaatsanwaltschaft Donezk berichtete über die Erschießung zweier gefangener Angehöriger der Nationalgarde in einer Waldstreifen bei Dobropillie am 2. September 2026. Zu dem Hingerichtungsfall wurde ein Strafverfahren nach Art. 438 Abs. 2 des StGB eingeleitet."
date: 2026-09-11T16:50:00.000Z
lang: de
url: https://xab.info/de/posts/zwei-gefangene-nationalgardisten-bei-dobropillie-hingerichtet
tags: [ukraine-war, donetsk-region, war-crimes, geneva-conventions, national-guard]
publisher: "XAB.info"
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# Zwei gefangene Angehörige der Nationalgarde bei Dobropillie hingerichtet: Staatsanwaltschaft ermittelt wegen Kriegsverbrechen

![Bewaffnete Soldaten in Masken und Tarnanzügen — Foto zum Bericht über die Hinrichtung zweier gefangener Nationalgardisten bei Dobropillja](https://xab.info/media/2026/09/11/rasstrel-plennih-natsvardei-pod-dobropollem/rasstrel-plennih-natsvardei-pod-dobropollem-1.webp)

## 🎯 Key Points

- Am 2. September 2026 wurden bei Dobropillie laut Angaben der Staatsanwaltschaft zwei gefangene Angehörige der Nationalgarde erschossen.
- Zu dem Hingerichtungsfall wurde ein Strafverfahren nach Art. 438 Abs. 2 des StGB eingeleitet; die Ermittlungen führen Ermittler des SBU durch.
- Die Staatsanwaltschaft bezeichnet die Erschießung von Gefangenen als systematische Praxis; der Ombudsmann bestätigt den Tod von mindestens 375 Ukrainer in Gefangenschaft.

Die Staatsanwaltschaft der Oblast Donezk hat den Hingerichtungsfall zweier ukrainischer Soldaten bestätigt, die von russischen Streitkräften während der Kampfhandlungen in der Oblast Donezk gefangen genommen wurden. Laut Angaben der Behörde ereignete sich der Vorfall am 2. September 2026 in einer Waldstreifen nahe der Stadt Dobropillie. Beide Kämpfer gehörten zur Nationalgarde der Ukraine und führten zum Zeitpunkt der Gefangennahme eine Kampfaufgabe an einer Schussposition aus. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf eine offizielle Erklärung der Staatsanwaltschaft.

### Umstände der Gefangennahme und der Erschießung

Dem in der Erklärung dargelegten Sachverhalt zufolge führten zwei Angehörige der Nationalgarde von einer vorbereiteten Schussposition aus Schussfeuer, woraufhin sie von Vertretern der russischen Streitkräfte umzingelt und gefangen genommen wurden. Anschließend wurden die wehrlosen Gefangenen laut Angaben der Strafverfolgungsbehörden hingerichtet: Die russischen Soldaten erschossen sie mit automatischen Waffen. Die Staatsanwaltschaft betont, dass die ukrainischen Kämpfer zum Zeitpunkt der Erschießung keine Gefahr darstellten und den Status von Kriegsgefangenen hatten, was eine irgendeine Kampfeinordnung ihres Todes ausschließt.

### Strafverfahren und Ermittlungsmaßnahmen

Zu diesem Vorfall wurde bereits eine Voruntersuchung nach Art. 438 Abs. 2 des Strafgesetzbuchs der Ukraine eingeleitet – Verletzung der Gesetze und Gebräuche des Krieges, die zum Tod von Menschen führte. Ermittler des Sicherheitsdienstes der Ukraine (SBU) in den Oblasten Donezk und Luhansk führen dringende prozessuale und operative Maßnahmen durch, die darauf abzielen, alle Umstände der Erschießung zu klären sowie die konkreten russischen Soldaten zu identifizieren, die an dem Verbrechen beteiligt sind. Die Behörde weist darauf hin, dass die Beweissammlung unter Berücksichtigung des Umstands erfolgt, dass sich der Tatort in einer Zone aktiver Kampfhandlungen befindet.

### Systematische Praxis und kein Einzelfall

Die Staatsanwaltschaft stellt ausdrücklich fest, dass die Erschießung ukrainischer Kriegsgefangener durch russische Soldaten keineswegs der erste ähnliche Fall ist, sondern ihrer Einschätzung nach eine systematische kriminelle Praxis. So wurde bereits im Juli 2026 in der Oblast Donezk laut Angaben der Strafverfolgungsbehörden ein ukrainischer Kriegsgefangener unmittelbar nach der Vernehmung hingerichtet: Der kriminelle Befehl zur Erschießung des wehrlosen Verteidigers ertönte unmittelbar nach Abschluss der Vernehmung. Neben den außergerichtlichen Erschießungen auf dem Schlachtfeld werden die gefangenen Ukrainer laut vorliegenden Angaben in Haftorten Folterungen und Tötungen ausgesetzt.

### Rechtliche Einordnung und Statistik zur Gefangenschaft

Die Tötung von Kriegsgefangenen stuft die Staatsanwaltschaft als schwerwiegenden Verstoß gegen die Genfer Konventionen und als schweres Völkerbrechen ein. Das Ausmaß des Problems in russischer Gefangenschaft illustrieren die Daten des Ombudsmannes der Werchowna Rada für Menschenrechte, Dmitri Lubinez: Offiziell bestätigt ist der Tod von mindestens 375 Ukrainer in Gefangenschaft, und die Ermittler haben nahezu 700 verschiedene Formen von Folterungen festgehalten, die Russland laut Einschätzung des Ombudsmannes systematisch gegenüber Gefangenen anwendet. Diese Zahlen sind, wie Menschenrechtler betonen, die untere Grenze der tatsächlichen Verluste.

## 🔍 Fact-Check Verification

- [Besatzer haben bei Dobropillie gefangene Angehörige der Nationalgarde hingerichtet](https://www.rbc.ua/ukr/news/okupanti-pid-dobropillyam-stratili-polonenih-1789144538.html) - Официальное заявление Донецкой облпрокуратуры о расстреле двух пленных нацгвардейцев 2 сентября 2026 года и открытии дела по ч. 2 ст. 438 УК; контекст по плену — данные омбудсмена Лубинца. Позиция второй стороны в источнике отсутствует.

## ❓ FAQ

### Q: Wann und wo wurden laut Angaben der Staatsanwaltschaft die gefangenen Angehörigen der Nationalgarde erschossen?
**A:** Der Vorfall ereignete sich laut Erklärung der Oblaststaatsanwaltschaft Donezk am 2. September 2026 in einer Waldstreifen bei Dobropillie in der Oblast Donezk.

### Q: Nach welchem Artikel wurde das Strafverfahren eingeleitet?
**A:** Nach Art. 438 Abs. 2 des Strafgesetzbuchs der Ukraine – Verletzung der Gesetze und Gebräuche des Krieges, die zum Tod von Menschen führte.

### Q: Wie viele Ukrainer sind laut Angaben des Ombudsmannes in russischer Gefangenschaft ums Leben gekommen?
**A:** Der Ombudsmann der Werchowna Rada für Menschenrechte, Dmitri Lubinez, bestätigt offiziell den Tod von mindestens 375 Ukrainer in Gefangenschaft sowie die Feststellung von nahezu 700 Folterformen.