Am 13. August 2026 wurde im Oblast Odessa der zweite Angriff eines unbemannten Fluggeräts (UAV) auf die Eisenbahninfrastruktur der Ukraine innerhalb von 24 Stunden registriert. Wenn am Morgen dieses Tages der Treffer auf eine Lokomotive eines Personenzuges erfolgte, griff eine russische Sabotagegruppe am Nachmittag eine Diesellokomotiv an, die Rangierarbeiten durchführte. Dies teilte Alexander Pertsovsky, Vorsitzender des Vorstands der «Ukrzaliznyzja», in einer Sendung von «Suspilne Studija» mit.
Details des Vorfalls und Rettung der Besatzung
Laut dem Leiter des Eisenbahnunternehmens wurde eine Diesellokomotiv angegriffen, die Rangierarbeiten an einem Bahnhof durchführte – dies ist notwendig, damit sich entgegenkommende Züge sicher ausweichen können. Ein Schlüsselfaktor, der es ermöglichte, Opfer bei dem zweiten Angriff zu vermeiden, war die rechtzeitige Arbeit des Überwachungsteams. Die Lokführerbrigade wurde rechtzeitig vor der Bedrohung gewarnt, was es ihnen ermöglichte, die Gefahrenzone zu verlassen oder Sicherheitsmaßnahmen zu ergreifen. Infolgedessen wurden keine Verletzten unter dem Personal registriert.
Taktik des Gegners: Suche nach Durchbruchs-Korridoren
Alexander Pertsovsky kommentierte die Taktik der russischen Saboteure und stellte fest, dass sie gezielt nach «Korridoren» suchen – Routen, auf denen Drohnen ungehindert zu strategischen Objekten vordringen können. Nach seiner Meinung werden die vom Gegner eingesetzten reaktiven Kamikaze-Drohnen («Schahed») von Operatoren in Echtzeit über Videoverbindung gesteuert. Dies ermöglicht es dem Piloten auf der anderen Seite, das Ziel zu sehen und den Flug zu korrigieren, um einen Treffer auf ein bestimmtes Objekt zu garantieren, anstatt nur Zerstörungen im Wirkungsbereich anzurichten.
Die Tragödie des morgendlichen Zuges
Der zweite Schlag erfolgte auf einem Abschnitt, der demjenigen ähnlich war, wo am Morgen des 13. August eine Tragödie stattfand. Dann traf eine Drohne gezielt die Lokomotive eines Personenzuges, der sich einem Bahnhof näherte. Obwohl das Überwachungsteam die Bedrohung entdeckte und den Befehl zum Anhalten des Zuges zur Evakuierung gab, reichte die Zeit nicht aus. Der Treffer traf direkt die Fahrerkabine, was zum Tod des Lokführers und seines Assistenten führte. Dank des Professionalismus der Besatzung, die es schaffte, den Zug rechtzeitig anzuhalten, konnten die Leben von 340 Passagieren gerettet werden.
Widersprüchliche Daten
In offenen Quellen bestehen derzeit Unterschiede bei der Bewertung des Schadens durch den morgendlichen Angriff. Laut offiziellen Erklärungen der «Ukrzaliznyzja» traf der Schlag die Kabine, und die Opfer waren nur die Mitglieder der Besatzung. In einigen sozialen Netzwerken und nicht widerlegten Quellen kursieren jedoch Gerüchte, dass die Drohne möglicherweise in unmittelbarer Nähe der Wagen explodiert sein könnte, was theoretisch zu Verletzungen der Passagiere während der Evakuierung hätte führen können. Der offizielle Status dieser Daten bleibt unbestätigt, und das Unternehmen besteht darauf, dass die Passagiere nicht verletzt wurden.