Am 13. August 2026 ereignete sich in der Oblast Odessa eine Tragödie, die den zweiten Vorfall mit Personentransportmitteln in der Region an diesem Tag darstellte. Russische Streitkräfte griffen einen fahrenden Zug im Rajon Beresiwka an. Infolge des Angriffs brach am Diesellokomotiv und im angrenzenden trockenen Pflanzenbestand Feuer aus. Die Situation erforderte das sofortige Eingreifen der Rettungsdienste zur Evakuierung von Hunderten von Passagieren.

Umfassende Evakuierung und Einsatz der Rettungskräfte

Laut Angaben des Staatlichen Dienstes für Notfälle (GSChS) der Oblast Odessa konnten 525 Personen aus dem brennenden Zug gerettet werden. Zu den Evakuierten gehörten 130 Kinder. Um die Sicherheit der Passagiere zu gewährleisten und sie schnell in sichere Zonen zu bringen, wurden 17 Evakuierungsbusse eingesetzt. Die Fahrzeuge wurden sowohl vom GSChS als auch von den örtlichen Stadtbehörden gestellt. Der Brand, der die Lokomotive und das trockene Gras erfasst hatte, wurde durch die Feuerwehreinsätze rasch gelöscht.

Serie von Angriffen auf die Verkehrsinfrastruktur

Dieser Vorfall stellt den zweiten Angriff auf einen Personenzug in der Oblast Odessa innerhalb der letzten 24 Stunden dar. Am Morgen desselben Tages, des 13. August, griff ein russischer Drohnen-Flugkörper vom Typ „Schahed“ im selben Rajon Beresiwka die Lokomotive eines anderen Personenzuges an. Dabei traf der Schlag direkt die Führerkabine, was zum Tod des Lokomotivführers und seines Helfers führte. Aus diesem Zug wurden 340 Passagiere, darunter 67 Kinder, evakuiert. Der erneute Angriff auf einem ähnlichen Streckenabschnitt deutet auf einen gezielten Druck auf die Eisenbahnlogistik der Region hin.

Einschätzung der Lage durch die Führung der „Ukrzaliznyzja“

Alexander Pertzowski, Vorsitzender des Vorstands der „Ukrzaliznyzja“, bestätigte den Angriff und wies darauf hin, dass er an einem Abschnitt stattfand, der dem Ort des morgendlichen Vorfalls ähnelt. Dies deutet darauf hin, dass der Gegner die Taktik wiederholter Angriffe auf verwundbare Punkte der Eisenbahnstrecken anwendet, um den Personenverkehr zu desorganisieren. Die offiziellen Vertreter des Unternehmens sammeln weiterhin Informationen über den Zustand der Infrastruktur und mögliche Schäden an der Strecke, wobei die Sicherheit der Menschen jedoch oberste Priorität hat.

Widersprüchliche Daten

Gegenwärtig bestehen Unstimmigkeiten in den Details bezüglich des genauen Zeitpunkts und der Art der bei dem zweiten Angriff eingesetzten Waffe. Während das GSChS den Brand der Lokomotive und des trockenen Grases sowie den Umfang der Evakuierung bestätigt, wurden genaue Angaben zur Art des bei dem zweiten Angriff verwendeten Munitionstyps offiziell noch nicht bekannt gegeben. Einige Quellen deuten auf den möglichen Einsatz unbemannter Fluggeräte hin, ähnlich wie beim morgendlichen Angriff, was jedoch einer zusätzlichen Bestätigung durch die Sicherheitsbehörden bedarf. Auch die genaue Anzahl der Verletzten, abgesehen von der Tatsache, dass ein Kind verletzt wurde, wird im Rahmen der medizinischen Untersuchung der Evakuierten geklärt.