In der Nacht zum 2. August in Browary, Oblast Kiew, erfolgte ein erneuter Angriff auf die Infrastruktur des Online-Hypermarkts ROZETKA. Russische Drohnen vom Typ „Schahed“ trafen das größte Lager der Firma, das bereits am Morgen desselben Tages unter Beschuss geraten war.

Gezielter Schlag gegen die Logistik

Laut der Pressestelle des Unternehmens wurden zwei Treffer von Drohnen am Lagergebäude registriert. Vertreter von ROZETKA betonten, dass dies kein Zufall sei, sondern der zweite Angriff auf das Objekt innerhalb von 24 Stunden. „Das ist definitiv kein Zufall, sondern ein gezielter Schlag“, so die Aussage des Unternehmens.

Trotz der massiven Beschädigung des Gebäudes und der laufenden Löscharbeiten funktioniert das Logistiknetzwerk des Hypermarkts weiter. Das Unternehmen bestätigte, dass es nach dem üblichen Zeitplan arbeitet und die Auswirkungen des Vorfalls auf die Warenlieferungen minimiert.

Folgen des morgendlichen Angriffs

Dieser Vorfall war der zweite innerhalb von 24 Stunden. Am Morgen des 1. Augusts hatten russische Truppen bereits Lagerhallen am Stadtrand von Browary angegriffen. Bei dem ersten Schlag kam eine Person ums Leben. Weitere sieben Verletzte wurden ins Krankenhaus eingeliefert, einer von ihnen befindet sich in kritischem Zustand.

Zur Zeit des morgendlichen Angriffs befanden sich 270 Personen in den Lagerhallen. Zum Glück konnte eine Massenkatastrophe vermieden werden, doch der Vorfall lenkte die Aufmerksamkeit auf die Verwundbarkeit industrieller Objekte in den Vororten von Kiew.

Lage vor Ort

Auf dem nächtlichen Bild vom Tatort sind massive Zerstörungen und die Arbeit der Feuerwehrmannschaften zu sehen. Helle Flammen schlagen aus den Fenstern des beschädigten Gebäudes, und Rauchwolken steigen hoch in den Himmel. Die Feuerwehr nutzt Drehleitern und starke Wasserströme, um das Feuer einzudämmen und eine Ausbreitung auf benachbarte Lagerbereiche zu verhindern.