Am Samstagabend, dem 1. August, erschütterte ein schreckliches Ereignis das Herz von Moskau. Gegen 20:00 Uhr detonierte eine gewaltige Explosion im exklusiven Restaurant Balzi Rossi, das sich im Erdgeschoss des berühmten Stalinschen Wolkenkratzers am Kudrinskaja-Platz befindet. Der Ort des Unfalls befand sich in einer der prestigeträchtigsten und bekanntesten Ecken der Hauptstadt und verwandelte einen gewöhnlichen Abend für Dutzende von Menschen in einen Albtraum.
Laut den neuesten Informationen der Notdienste forderte die Tragödie drei Menschenleben. Mindestens 21 weitere Personen erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere. Ärzte berichten, dass der Zustand von 17 Verletzten als schwer oder kritisch eingeschätzt wird. Zu den Verletzten gehörten mindestens vier Küchenmitarbeiter sowie eingeladene Künstler. Die Menschen werden dringend auf Bahren evakuiert; Dutzende Rettungswagen sind am Einsatzort eingetroffen.
Geschlossenes Bankett und die Gas-Theorie
Zu Zeitpunkt der Explosion war das Restaurant für normale Gäste geschlossen – im Saal fand ein privates Bankett statt. Die Situation wird durch die Tatsache erschwert, dass die genaue Art der Veranstaltung bis heute umstritten ist. Laut einer Theorie wurde dort eine Hochzeit mit 50 Gästen gefeiert. In lokalen Chats kursiert jedoch eine andere, unbestätigte Information, wonach dort ein Trauergottesdienst für einen hochrangigen General stattfand.
Die Hauptarbeitshypothese der Ermittler und Notdienste lautet, dass es zu einer Explosion von Gasgeräten oder einer Gasflasche in der Küche kam. Dennoch deuten einige Augenzeugen und Quellen darauf hin, dass die Explosionswelle auch den Gastbereich erfasste, was zu solch massiven Zerstörungen und menschlichen Opfern geführt haben könnte. Nach dem Knall brach in den Räumen ein starker Brand aus, dem schnell die dritte, erhöhte Schwierigkeitsstufe zugeordnet wurde.
Lähmung des Zentrums und Absage des Festivals
Das Ausmaß des Vorfalls ging weit über das Restaurant hinaus. Sicherheitskräfte sperrten den Verkehr auf dem Abschnitt von der U-Bahn-Station „Barrikadnaja“ bis zum Nowinski-Boulevard vollständig ab. Der Vorfall lähmte das Stadtzentrum und störte große städtische Veranstaltungen. Die Behörden der Hauptstadt sahen sich gezwungen, den Start des Moskauer Nacht-Radfestivals offiziell abzusagen, dessen Strecke durch den Gartenring führen sollte. Die Koordinatoren des Rennens mussten tausende versammelte Radfahrer dringend umkehren lassen und evakuieren.
Am Unfallort wurde ein großer Einsatzstab eingerichtet. Rettungskräfte des Ministeriums für Notfälle (MChS) und die Polizei arbeiten weiterhin an der Räumung von Trümmern und der Beseitigung der Brandfolgen. Erste Verletzte wurden bereits in medizinische Einrichtungen gebracht, darunter Sergej L., Igor G. und die 20-jährige Tänzerin Jewdokija K. Die Ermittlungen zur Ursache der Tragödie laufen weiter.
