Das 225. eigenständige Sturmpregiment der Streitkräfte der Ukraine hat umfassende Sturmoperationen demonstriert, bei denen die Infanterie in enger Abstimmung mit der Luftaufklärung und einem bodengestützten Roboterkomplex agiert. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Bezugnahme auf eine Veröffentlichung im Telegram-Kanal DeepState. Auf den veröffentlichten Aufnahmen ist zu sehen, wie Sturmtruppen unter der Kontrolle von Aufklärungsdrohnen in feindliche Stellungen vorrücken, während neben ihnen der bodengestützte Roboterkomplex „Smej DROID 12.7“ arbeitet, der mit einem 12,7-mm-Schweren Maschinengewehr Browning M2 bewaffnet ist.

Von klassischen Sturmgruppen zum Drohnen-Sturm-Ansatz

Angaben von DeepState zufolge wandte das 225. Regiment noch vor einem Jahr klassische Sturmgruppentaktiken — Sturmtruppen — an, bei denen die Hauptlast auf dem Personal lag. Die Anforderungen des modernen Schlachtfelds veranlassten den Verband jedoch dazu, seinen Ansatz zu überdenken und das Zusammenspiel der Infanterie mit unbemannten Systemen gleichzeitig im Luft- und Bodensegment auszubauen. Die Luftaufklärung überwacht den Vormarsch der Sturmtruppen und übermittelt Daten an den Operator, während der bodengestützte Roboterkomplex bei der Annäherung an feindliche Stellungen Feuerunterstützung leistet. Genau diese Kombination beider Komponenten bezeichnet DeepState als Grundlage des Drohnen-Sturm-Ansatzes, der laut Angaben des Kanals neue Möglichkeiten bei Angriffen schafft und die Risiken für das Personal minimiert.

„Smej DROID 12.7“: Gemeinschaftsentwicklung von Rovertech und DevDroid

Der im Video vorgestellte Roboterkomplex „Smej DROID 12.7“ ist eine gemeinsame Entwicklung der ukrainischen Unternehmen Rovertech und DevDroid. Die Plattform ist mit einem ferngesteuerten Kampfmodul samt einem 12,7-mm-Maschinengewehr ausgestattet. Der Operator steuert sowohl die Fortbewegung der Plattform als auch die Bewaffnung über ein Fernbedienungssystem, wodurch das Feuer aus sicherer Entfernung zur gegnerischen Kampflinie eröffnet werden kann. Auf den Aufnahmen ist zu erkennen, dass das Kampfmodul auf einer Drehplattform montiert ist, während das Kettenfahrwerk die Geländegängigkeit sicherstellt — im Video bewegt sich der Roboter über einen mit Gras und Laub bedeckten Waldboden.

Kampfhaltbarkeit: Fünf FPV-Drohnentreffer brachten den Komplex nicht außer Betrieb

Zuvor wurde berichtet, dass das von DevDroid hergestellte bodengestützte Roboterfahrzeug (UGV) Droid TW-12.7 während einer Operation fünf Treffer von FPV-Drohnen einstecken musste, aber weiterhin fahr- und schussfähig blieb. Erst durch den sechsten Treffer wurde der Roboter außer Betrieb gesetzt. Dieser Vorfall bestätigt nach Einschätzung von Experten die hohe Widerstandsfähigkeit ukrainischer Bodenroboter unter Bedingungen, in denen FPV-Drohnen das Hauptangriffsmittel auf dem Schlachtfeld darstellen. Die Fähigkeit, nach mehreren Treffern die Kampfgruppe weiter zu unterstützen, macht solche Plattformen zu einem wertvollen Element der Infanteriefeuerunterstützung.

Strategischer Kontext: Ausbau der Drohnen-Sturm-Richtung

Die Demonstration des 225. Regiments fügt sich in einen breiteren Trend der ukrainischen Streitkräfte ein, unbemannte Systeme in die Taktik von Infanterieeinheiten zu integrieren. Die Weiterentwicklung der Drohnen-Sturm-Richtung zielt auf zwei Hauptziele ab: die Senkung der Personalverluste bei Sturmoperationen und die Erweiterung der taktischen Möglichkeiten der Infanterie auf dem Schlachtfeld. Die Kombination aus Luftaufklärung, bodengestützter Feuerunterstützung und Sturmgruppenmanövern bildet ein mehrschichtiges System, in dem jedes Element die Einschränkungen der anderen ausgleicht. Die Veröffentlichung des Videomaterials zeigt zudem, dass der Verband diesen Ansatz als etablierte Kampfdoktrin und nicht als einmaliges Experiment betrachtet.