Am Samstag, dem 18. Juli 2026, ereignete sich in der Stadt Tschernowitz ein Vorfall mit einer organisierten Gruppe von Minderjährigen. Auf dem Gelände einer Tankstelle (АЗС) war eine Gruppe von 70 Kindern im Alter von 8 bis 14 Jahren festgesetzt. Die Kinder kehrten in Begleitung von Lehrern aus einem Sommerlager in Bulgarien nach Kiew zurück. Der erzwungene Halt erfolgte aufgrund eines technischen Defekts des Reisebusses.

Umstände des Vorfalls

Nach vorläufigen Angaben ordnete der Fahrer des Fahrzeugs an, den Innenraum zu räumen, um die Reparatur durchzuführen, und versprach, die Fahrt innerhalb von 30 Minuten wieder aufzunehmen. Stattdessen verließ der Bus das Gelände des Tankstellengeländes in unbekannte Richtung. Die persönlichen Gegenstände und das Gepäck der Gruppe blieben im Innenraum und in den Frachträumen zurück.

Die Leiter der Gruppe geben an, dass die Minderjährigen ohne warme Kleidung und notwendige Erstversorgungsmittel zurückgelassen wurden. Die Wartezeit auf dem Gelände der Tankstelle betrug zum Zeitpunkt der Feststellung des Vorfalls mehr als 7–8 Stunden. Die Verwaltung der Tankstelle beschränkte den Aufenthalt der Gruppe in den internen Geschäfts- und Dienstleistungsräumen, weshalb Kinder und Pädagogen gezwungen waren, sich auf dem angrenzenden offenen Parkplatz aufzuhalten.

Um die Grundbedürfnisse der Minderjährigen mit Wasser und Lebensmitteln zu decken, trafen örtliche Freiwilligenorganisationen schnell am Ort des Geschehens ein.

Reaktion der Strafverfolgungsbehörden

Nach Angaben der gesetzlichen Vertreter der Geschädigten und der Gruppenleiter trat der Reiseveranstalter Sakums, der als Organisator des Transfers und des Urlaubs fungierte, mehrere Stunden lang nicht in Kontakt, um Ersatztransportmittel bereitzustellen oder die Unterbringung zu koordinieren. Offizielle Kommentare der Unternehmensleitung liegen derzeit nicht vor.

Zur Feststellung der Tatsache der unzureichenden Erfüllung vertraglicher Verpflichtungen, zur Ermittlung des Aufenthaltsortes des Fahrers und zur Rückgabe des Eigentums der Bürger wurde eine Streife der Nationalpolizei der Ukraine zur Tankstelle gerufen. Den Strafverfolgungsbehörden obliegt es, das Verhalten des Transporteurs im Rahmen der geltenden Gesetzgebung, die die Regeln für den organisierten Transport von Kindergruppen mit Bussen regelt, rechtlich zu bewerten.

Nach Berichten regionaler Nachrichtenagenturen wurde am Ende des Tages von den örtlichen Behörden ein alternatives Transportmittel bereitgestellt, um die Route abzuschließen und die Passagiere nach Kiew zu evakuieren.

Rechtliche Aspekte

Gemäß dem ukrainischen Gesetz „Über den Tourismus“ und den Regeln für organisierte Personentransporte trägt das Subjekt der Reiseveranstaltertätigkeit die volle zivilrechtliche Verantwortung gegenüber den Touristen für die Nichterfüllung oder unzureichende Erfüllung der Vertragsbedingungen, einschließlich der Gewährleistung der Sicherheit und Kontinuität des Transfers, unabhängig von der Einbeziehung Dritter (Transportunternehmen).