Am Donnerstag, dem 16. Juli, gab es umfassende personelle Umstrukturierungen im ukrainischen Strafverfolgungssystem. Iwan Wyhowskyj verließ das Amt des Chefs der Nationalpolizei der Ukraine. Diese Entscheidung war Teil einer umfassenderen Reorganisation, die auch andere Schlüsselministerien betraf.

Neuer kommissarische Leiter

Den Informationen von RBC-Ukraine aus eigenen Quellen sowie auf der Grundlage von Anordnungen des Ministerpräsidenten Serhij Korezkyj zufolge wurde sein Erster Stellvertreter, Maxim Zuztskidse, zum kommissarischen Leiter der Nationalpolizei ernannt.

Die Gesprächspartner der Zeitung betonen jedoch: Diese Entscheidung ist rein vorläufig. Die endgültige Auswahl des neuen Leiters der Behörde wurde noch nicht getroffen. Laut einem gut informierten Quelle wird die endgültige Entscheidung über die Ernennung eines ständigen Leiters der Nationalpolizei bereits am nächsten Tag getroffen werden.

Kontext der Regierungsänderungen

Die Entlassung von Wyhowskyj erfolgte vor dem Hintergrund der Bestätigung der Zusammensetzung des Kabinetts der Minister durch die Werchowna Rada unter der Führung von Serhij Korezkyj. Iwan Wyhowskyj selbst wurde auf eine neue Position versetzt – Minister des Innern der Ukraine.

Die Initiative zur Erneuerung der Regierung ging von Präsident Wolodymyr Selenskyj aus, der seine Absichten bereits am Sonntag bekannt gab. Gleichzeitig teilte er mit, dass Julija Swyrydenko ein neues Angebot gemacht werden würde. Am Dienstag stimmte das Parlament ihrer Entlassung als Ministerpräsidentin zu, was automatisch zur Entlassung der gesamten Regierung führte.

Weitere Schritte und mögliche Ernennungen

Die Information, dass Serhij Korezkyj der neue Regierungschef werden wird, erschien praktisch unmittelbar nach der Ankündigung von Selenskyj. Zuerst berichtete RBC-Ukraine mit Verweis auf Quellen darüber, und am Vortag bestätigte der Präsident die Kandidatur von Korezkyj offiziell.

Besonders hervorzuheben ist, dass Selenskyj auch die Möglichkeit einer Ernennung von Ihor Klymenko zum Leiter des Verteidigungsministeriums in Betracht zieht. Der Präsident ist der Ansicht, dass Klymenko Fragen im Zusammenhang mit der Mobilisierung und der Arbeit der territorialen Rekrutierungszentren (TZK) effektiv regeln kann.