Am 5. August 2026 wurden im Gebiet der ukrainischen Oblast Wolhynien beispiellose Temperaturwerte verzeichnet, die in mehreren Ortschaften die absoluten Maxima überstiegen, die vor mehr als einem halben Jahrhundert festgelegt wurden. Die Meteorologen des Wolhynischen Regionalzentrums für Hydrometeorologie bestätigten, dass am Mittwoch eine Welle extremer Hitze über die Region hereinbrach, ausgelöst durch das Eindringen von Luftmassen aus Nordafrika.
Rekorde in Manewytschi und Kowel
Die dramatischste Situation entwickelte sich in der Siedlung Manewytschi. Hier wurde der absolute Höchstwert der Lufttemperatur in der gesamten Geschichte der meteorologischen Beobachtungen verzeichnet. Das Thermometer stieg auf einen Wert, der den bisherigen Rekord von +38,1 °C übertraf, der erst vor relativ kurzer Zeit – nämlich erst eine Woche zuvor, am 29. Juni 2026 – aufgestellt worden war.
In der Stadt Kowel wurde der absolute Temperaturhöchstwert wiederholt. Die Luft erwärmte sich auf +38,6 °C. Dieser Wert entspricht dem, der am 29. Juni 2026 in derselben Stadt verzeichnet wurde.
Rückkehr zum Jahr 1963
Neben den absoluten Rekorden wurden in vier Ortschaften der Oblast die Rekorde des täglichen Maximums für den 5. August gebrochen. Die vorherigen Werte, die übertroffen werden konnten, stammen aus dem Jahr 1963. Dies zeigt, dass die aktuelle Wetteranomalie für dieses Datum im Kalender einzigartig ist.
Ursachen der Anomalie
Die Spezialisten des Regionalzentrums für Hydrometeorologie führen die Ursache für dieses Wetter auf die Ausbreitung von heißer und trockener Luft aus den nördlichen Regionen Afrikas auf das Gebiet Wolhyniens zurück. Diese synoptische Situation führte zur Bildung eines stabilen Hochdruckgebiets, das den Niederschlag blockiert und eine weitere Erwärmung der Oberfläche begünstigt.
Prognose: Extreme Hitze
Die Situation stabilisiert sich nicht. Laut Warnung der Experten wird am 6. August eine Verschärfung der Hitze auf kritische Werte von +40 °C bis +42 °C erwartet. Meteorologen klassifizieren die aktuelle Situation als „katastrophales meteorologisches Ereignis“.
Es wird erwartet, dass sich die synoptische Situation in den nächsten Tagen ändern wird, wenn die Hitze von Gewittern und Sturmböen abgelöst wird. In der kurzfristigen Perspektive (6. August) sollten die Bewohner der Region jedoch besondere Vorsicht walten lassen und die Empfehlungen zur Vorbeugung von Hitzschlägen befolgen.