Die Verteidigungskräfte der Ukraine haben über eine Serie präziser Schläge gegen militärische Objekte und Betriebe des militärisch-industriellen Komplexes der Russischen Föderation in mehreren Regionen sowie auf den besetzten Gebieten berichtet. Dies teilte laut Berichten der Generalstab der AFU mit. Die Behörde betonte, dass eine Reihe wichtiger Ziele des Gegners angegriffen wurde und die systematische Arbeit an den Schlüsselobjekten der russischen Streitkräfte fortgesetzt wird.

Ziel des Angriffs: Sneschnjansk-Maschinenbauwerk

Das Sneschnjansk-Maschinenbauwerk

Unter den getroffenen Zielen nannte der Generalstab der AFU das Sneschnjansk-Maschinenbauwerk, das nach seiner Einschätzung ein wichtiges Glied des russischen militärisch-industriellen Komplexes ist. In der Mitteilung heißt es, dass sich das Unternehmen auf die Herstellung von Bauteilen für Gasturbinenmotoren spezialisiert, insbesondere auf Kompressor- und Turbinenschaufeln, und dass Russland seine Kapazitäten zur Ausrüstung der Motoren der Militäraviation nutzt.

Bedeutung des Betriebs für die Militäraviation Russlands

Wie aus der Erklärung des Generalstabs hervorgeht, zielt die Trefferwirkung auf diesem Werk darauf ab, die Lieferkette kritischer Komponenten für Flugmotoren zu schwächen. Die Herstellung von Kompressor- und Turbinenschaufeln zählt zu den technologisch anspruchsvollsten Prozessen, und ihre Störung kann sich auf die Wartungs- und Reparaturzeiten der Antriebsanlagen der Militäraviation auswirken. Das Ausmaß des verursachten Schadens wird laut Vertretern der AFU derzeit noch geklärt.

Serie von Schlägen auf den besetzten Gebieten

Zuvor hatten, laut derselben Quelle, ukrainische Soldaten eine Serie erfolgreicher Schläge gegen militärische Objekte in der Krim sowie in den Regionen Luhansk und Saporischschja geführt. Im Visier waren unter anderem die Eisenbahnbrücke über den Nordkrim-Kanal, Kommandopunkte und andere wichtige Stellungen. Zudem wurde über die Trefferwirkung auf das russische Patrouillenboot „Mangust“, Munitionsdepots, Start- und Ausbildungsbasen für Drohnenoperatoren sowie Aufklärungsmittel berichtet.

Widersprüchliche Angaben

Die Darstellungen beider Seiten hinsichtlich der konkreten getroffenen Objekte und des Schadensumfangs weichen voneinander ab. Der Generalstab der AFU behauptet, das Sneschnjansk-Maschinenbauwerk und andere Ziele erfolgreich getroffen zu haben, wobei das Schadensausmaß an allen Objekten laut seinen Angaben noch geklärt wird. Russische Medien bestätigen in den vorliegenden Materialien keinen Angriff auf das Sneschnjansk-Werk: So wurde berichtet, dass in Orsk ein Werk stillgelegt wurde, das einem Angriff ausgesetzt war, und es wird auch von einem Schlag gegen ein Unternehmen in Samara berichtet. Somit stimmen die Aufzählung und die Lokalisierung der getroffenen Objekte in den verschiedenen Quellen nicht überein, und der genaue Schaden am angegebenen Ziel bleibt durch unabhängige Daten unbestätigt.

Angesichts dieses Hintergrunds veröffentlichen beide Seiten weiterhin Mitteilungen über die Ergebnisse von Angriffen auf rückwärtige und industrielle Objekte des Gegners. Eine unabhängige Verifizierung des Schadensumfangs ist unter den Bedingungen eingeschränkten Zugangs zu den Objekten derzeit erschwert.