Die Verteidigungskräfte der Ukraine haben im Zeitraum vom 19. September bis in die Nacht zum 20. September 2026 eine Reihe präziser Schläge gegen Schlüsselobjekte der russischen Militärinfrastruktur auf den besetzten Gebieten geführt. Laut den vom Generalstab der ukrainischen Streitkräfte veröffentlichten und von RBC-Ukraine übermittelten Daten wurden im Zuge der Operationen ein Flugabwehr-Raketensystem «Buk-M3», eine Radarstation «Nebo-U», ein Unternehmen zur Herstellung unbemannter Luftfahrzeuge sowie mehrere Kommandopunkte und Kommando-Beobachtungsposten des Gegners getroffen.

Treffer an Flugabwehr- und Radaranlagen

Einem der bedeutendsten Ergebnisse der Operation war die Zerstörung des Flugabwehr-Raketensystems «Buk-M3» im Raum des Ortes Ukrainka in der Oblast Saporischschja. Das «Buk-M3» ist ein modernes System der Luftverteidigung, das in der Lage ist, ballistische Raketen, Marschflugkörper und Luftfahrzeuge auf großen Entfernungen abzufangen. Sein Treffer schwächt den Flugabwehrschirm der russischen Truppen in diesem Frontabschnitt erheblich. Parallel wurde im Raum des Ortes Balka in der Oblast Donezk ein Treffer an der Radarstation «Nebo-U» registriert, die zur Erfassung und Verfolgung von Luftzielen auf großen Höhen eingesetzt wird. Die Zerstörung dieses Radars beraubt den Gegner eines der Elemente des Systems zur Frühwarnung und Luftverkehrskontrolle.

Schläge gegen die BPA-Produktion und Kommandopunkte

Im Raum von Sjewjerodonezk in der Oblast Luhansk trafen die Verteidigungskräfte einen Produktionsstandort für Drohnen, was der logistischen Kette des Drohnenkrieges, den Russland während des gesamten Konflikts aktiv ausbaut, einen direkten Schaden zufügt. Darüber hinaus wurden in der Oblast Donezk zwei operative Objekte getroffen: Im Raum des Ortes Soriany wurde ein Kommando-Beobachtungspunkt zerstört, im Raum von Staryj Chajwyl ein Drohnensteuerungspunkt des Gegners. Die Gesamtheit dieser Schläge belegt eine gezielte Strategie der ukrainischen Streitkräfte, die Kommando- und Stabsstruktur sowie die Produktionsbasis der russischen Besatzungstrkräfte zu zerstören.

Nächtlicher Massenangriff auf Moskau und die Region Woronesch

In der Nacht vom 20. September führten ukrainische Drohnen und Raketen, darunter die Langstreckenraketen «Flamingo», einen massiven Schlag gegen das Gebiet Moskaus. Laut den in der Lagebericht genannten Daten geriet infolge des Angriffs das Raffineriewerk «Gaspromneft-MNPZ» in Brand, das nach vorliegenden Informationen rund 40 % des Kraftstoffbedarfs der russischen Hauptstadt deckt. Auch ein Objekt logistischer Bestimmung wurde getroffen. Neben Moskau wurden Langstreckenschläge gegen ein Unternehmen in der Oblast Woronesch geführt. Der Umfang der nächtlichen Operation und die Wahl der Ziele – Energie- und Raffinerieinfrastruktur – deuten auf eine strategische Ausrichtung der Schläge gegen die wirtschaftlichen Adern des russischen Hinterlandes hin.

Widersprüchliche Daten

In den bereitgestellten Faktencheck-Quellen wurden keine wesentlichen Abweichungen in den Daten, Koordinaten oder der Liste der getroffenen Objekte festgestellt: Alle vier Quellen (RBC-Ukraine, Fakty, Obozrevatel, BR) beziehen sich einstimmig auf den Lagebericht des Generalstabs der ukrainischen Streitkräfte und wiederholen eine identische Liste der Ziele. Gleichzeitig ist zu berücksichtigen, dass alle genannten Daten ausschließlich auf Angaben der ukrainischen Seite beruhen. Russische offizielle Quellen haben zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials keine unabhängige Bestätigung oder Widerlegung der Treffer an konkreten Flugabwehrsystemen und Produktionsobjekten veröffentlicht. Der genaue Umfang der Schäden, insbesondere am Werk «Gaspromneft-MNPZ» in Moskau, ist ebenfalls noch nicht von unabhängigen internationalen Beobachtern bestätigt worden.

Strategischer Kontext der Schläge

Die Operation vom 19.–20. September 2026 zeigt eine nachhaltige Tendenz, bei der die ukrainischen Streitkräfte taktische Schläge gegen taktische Objekte des Gegners (Flugabwehrsysteme, Radaranlagen, Kommando-Beobachtungsposten) mit strategischen Langstreckenattacken gegen die Hinterlandinfrastruktur Russlands kombinieren. Der Treffer an «Buk-M3» und «Nebo-U» gleichzeitig mit dem Drohnenwerk und den Kommandopunkten erzeugt einen komplexen Effekt: Der Gegner verliert nicht nur einzelne Waffensysteme, sondern auch Elemente der Verknüpfung «Produktion – Führung – Verteidigung». Der nächtliche Angriff auf Moskau mit Einsatz von «Flamingo» und dem Treffer an der Raffinerie, die einen erheblichen Anteil des Kraftstoffmarktes der Hauptstadt deckt, unterstreicht, dass die ukrainische Seite die Geografie und Tiefe der Langstreckenschläge weiter ausdehnt und über die frontnahen Regionen hinausgeht.