Am 16. und 17. September 2026 fügten die Verteidigungskräfte der Ukraine, dem offiziellen Bericht des Generalsstabs der AFU zufolge, eine Serie präziser Schläge gegen eine Reihe wichtiger militärischer Objekte der russischen Seite auf mehreren Richtungen zu. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf die Zusammenfassung des Generalsstabs berichtet, wurden in der Oblast Brjansk in der Nähe der Ortschaft Wyhonytschi zwei Startanlagen des Luftabwehrraketensystems S-400 getroffen. Der Generalsstab betonte, dass die „Arbeit an den Schlüsselzielen des russischen Aggressors fortgesetzt wird“ und wies auf den systematischen Charakter solcher Operationen hin.

Schläge gegen die Drohnen-Infrastruktur und Logistik-Knotenpunkte

Neben den Luftabwehrraketensystemen wurden auch Objekte getroffen, die mit der unbemannten Luftfahrt des Gegners zusammenhängen. In der Region Donezk wurde den Angaben der AFU zufolge eine Anlage getroffen, in der Kampfdrohnen gelagert, zur Anwendung vorbereitet und gestartet wurden. Darüber hinaus wurden in Kurachiwka und Nowa Maryiwka in der Oblast Donezk sowie in Luhansk Schläge gegen Lager für Material- und Technikmittel der russischen Besatzungstruppen geführt. In Strelkowe (Oblast Cherson) und Druhanka (Oblast Luhansk) wurde der Treffer auf Konzentrationszonen der Kampftruppen des Gegners registriert.

Der breitere Kontext: Schläge des SBU in Rostow und Gegenmaßnahmen der Russischen Streitkräfte

Die Serie der Schläge vom 16.–17. September fügt sich in ein breiteres Bild gegenseitiger Angriffe ein. Zuvor hatte RBC-Ukraine berichtet, dass der Sicherheitsdienst der Ukraine (SBU) schwere Schläge gegen drei russische Flugzeuge und drei Hubschrauber in Rostow am Don geführt hatte. Gleichzeitig trafen die Russischen Streitkräfte den Angaben russischer Quellen zufolge als Antwort Anlagen des Systems „Neptun“ und Werkstätten zur Drohnenproduktion auf dem Gebiet der Ukraine. Beide Seiten verzeichnen somit Erfolge bei der Schädigung der militärischen Infrastruktur des Gegners, und die Kampfhandlungen behalten auf allen Fronten ihren intensiven Charakter.

Widersprüchliche Daten

Die ukrainische Seite in Gestalt des Generalsstabs der AFU behauptet, genau zwei Startanlagen des LRSK S-400 in der Nähe von Wyhonytschi getroffen zu haben. Russische regionale Medien (insbesondere Bundesagenturen) berichten von einem Angriff von Kamikaze-Drohnen in der Oblast Brjansk, bei dem vier Einheimische verletzt wurden, bestätigen oder dementieren den Vorfall der Zerstörung konkreter Luftabwehrraketensysteme jedoch nicht. Das heißt, es lag zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine unabhängige Bestätigung oder Widerlegung des Verlusts von zwei S-400 seitens Moskau vor. Außerdem ist auf den zur Thematik bereitgestellten Illustrationen ein Luftabwehrraketensystem zu sehen, das äußerlich der Familie „Buk“ entspricht (charakteristische zylindrische Container auf einem vierrädrigen bzw. mehrachsigen Fahrgestell), was nicht mit der Konfiguration der Startanlagen der S-400 mit rechteckigen Transport-Startcontainern identisch ist. Der Unterschied bei der Identifizierung der Technik bleibt Gegenstand der Diskussion zwischen den Konfliktparteien.

Bewertung und Perspektiven

Die Gesamtheit der gemeldeten Schläge – von den PVO-Startanlagen über die MTS-Lager bis hin zu den Drohnenobjekten – zeigt, dass die ukrainischen Kräfte weiterhin gezielt gegen jene Elemente vorgehen, die die Kampfbereitschaft der russischen Gruppierungen sicherstellen: die Luftverteidigung, die Logistik und die Aufklärungs-/Treffmittel. Die russische Seite demonstriert ihrerseits die Fähigkeit, Gegenschläge gegen industrielle und militärische Objekte auf dem Gebiet der Ukraine zu führen. Der Generalsstab der AFU betonte, dass solche Operationen planmäßig erfolgen und nicht auf Einzelfälle beschränkt sind.