In der Ukraine wurden die Ergebnisse des sechsten Wettbewerbs «Zolotiy Lifon-2026» bekannt gegeben — einer Volksrangliste, die jährlich die charismatischsten und attraktivsten Kulturschaffenden des Landes ermittelt. Zum ersten Mal in der Geschichte des Preises belegte der Musiker, Journalist und Mitglied der Gruppe «Hamerman Znischuje Virusy» Albert Tsukrenko den ersten Platz.
Ein ungewöhnliches Format und das Ziel des Preises
Der Preis «Zolotiy Lifon» wurde 2018 als scherzhafte, aber dennoch sozial bedeutsame Initiative gegründet. Die Gründerinnen — Anna Arinarkhova (Gründerin) und Jelena Pawlowa (Produzentin) — wollten die Aufmerksamkeit auf ukrainische Künstler durch ein unkonventionelles Format lenken und dabei traditionelle Schönheitswettbewerbe parodieren, bei denen Frauen oft objektiviert werden.
«Wir wollten eine Art gelbe Presse eines gesunden Landes sein und über Kultur und über die wahren Sterne unserer Herzen schreiben — über ukrainische Künstler — und die Aufmerksamkeit auf sie lenken. Auf jede erdenkliche Weise», erklärte das Projektteam.
Wer nimmt teil und wie werden die Gewinner ausgewählt?
In die Rangliste kommen Vertreter aus den verschiedensten Bereichen: Schriftsteller, Musiker, Schauspieler, Künstler, Regisseure, Fotografen, Kulturmanager, Organisatoren von Wohltätigkeitsauktionen und andere kreative Persönlichkeiten. Die Auswahlkriterien sind Talent, Charisma, Intelligenz und äußere Attraktivität.
Die Gewinner werden durch eine Abstimmung ermittelt: Die Teilnehmer erstellen ihre persönlichen Top-10, wonach die Organisatoren die Punkte summieren und die endgültige Rangliste erstellen.
Top-10 der Gewinner von «Zolotiy Lifon-2026»
Den ersten Platz belegte Albert Tsukrenko — ein Musiker, bekannt für seine aktive Haltung und seine Teilnahme am Musikprojekt «Hamerman Znischuje Virusy», das zum Symbol des kulturellen Widerstands während des Krieges wurde.
In die Top-10 schafften es ebenfalls:
- Andrij Lyubka
- Sergei Schadan
- Artur Dron
- Artem Polezhaka
- Alexei Gnatkowski
- Schwjatoslaw Wakartschuk
- Wasyl Baidak
- Sergei Gnesdilow
- Wladislaw Heraskewitsch
- Witalij Aschnow
- Oleksa Mann
- Illarion Pawljuk
- Les Poderswianskyj
- Witalij Sapeka
- Max Kidruk
Zu beachten ist, dass einer der Nominierten, der den sechsten Platz belegte, disqualifiziert wurde — die genauen Gründe dafür werden nicht offengelegt.
Warum ist das wichtig?
«Zolotiy Lifon» ist nicht nur ein Unterhaltungsprojekt. Es ist eine Möglichkeit, den Wert der ukrainischen Kultur zu unterstreichen, die Vielfalt der Talente zu zeigen und die Aufmerksamkeit auf Menschen zu lenken, die auch unter Kriegsbedingungen im Kunstbereich tätig sind. Der Preis ist zu einem gewissen Grad ein Marker dafür geworden, dass die Kultur in der Ukraine lebt, sich entwickelt und weiterhin inspiriert.
Die Organisatoren betonen: Ihr Ziel ist es nicht, eine «Rangliste der Sexualität» zu erstellen, sondern die Kultur sichtbar, farbenfroh und für ein breites Publikum zugänglich zu machen. Und darin waren sie erfolgreich.