Der Sommerurlaub am Wasser ist für viele Ukrainer nicht nur Entspannung, sondern auch ein fesselndes Angeln. Doch der Spaß am Fang von Zander, Hecht oder Brasse kann zu ernsthaften finanziellen Verlusten führen, wenn man die aktuellen Regeln nicht kennt. Das Staatliche Agentur für Landentwicklung, Fischereiwirtschaft und Ernährungsprogramme (Gosrybaagentstvo) hat einen detaillierten Leitfaden veröffentlicht, der Angler vor möglichen Strafen warnt.
Mindestmaße: Wer bleibt am Haken hängen
Damit der Urlaub nicht zu einem Ordnungswidrigkeitsverfahren wird, müssen Angler die minimal zulässigen Größen der aquatischen Bioressourcen genau kennen. Gemäß den Regeln des Freizeitangelns ist der Fang von Fischen, die bestimmte Abmessungen nicht erreicht haben, streng verboten. Die Größe der Fische (mit Ausnahme von Rochen) wird von der Schnauzenspitze bis zum Ende des Schwanzstiels gemessen.
Die strengsten Anforderungen gelten für den Europäischen Wels: Seine Länge muss mindestens 80 cm betragen. Für Raubfische gelten folgende Grenzwerte:
- Hecht – ab 50 cm;
- Gewöhnlicher Zander – ab 42 cm;
- Asche (Dace) – ab 30 cm;
- Coregonus (Coregonus) – ab 25 cm;
- Barbe und Chub – ab 24 cm;
- Bleie (Bleek) – ab 22 cm.
Die Normen für Schleie, Bachforelle und Flussbarsch sind etwas weicher – sie dürfen ab 20 cm gefangen werden. Die Situation bei Plötze und Taranne hängt vom Fangort ab: In den Dnepr-Stauseen gilt eine Begrenzung von 18 cm, während in anderen Binnengewässern ihre Größe nicht geregelt ist. Für alle anderen Fischarten gibt es keine Mindestgrößenbeschränkungen.
Besondere Regeln für Flusskrebse und seltene Arten
Auch die Jagd auf Flusskrebse wird gesetzlich geregelt. Die minimal zulässige Größe wird am Rücken gemessen und beträgt 8 cm für weiße Krebse und 6 cm für andere Arten. Wichtig ist zu wissen, dass der Fang von Vertretern der Ichthyofauna, die im Roten Buch der Ukraine aufgeführt sind, vollständig verboten ist, unabhängig von ihrer Größe.
Falls ein Fisch, der den Normen nicht entspricht, am Haken landet, muss er sofort wieder freigelassen werden. Ein barbarischer Umgang mit den Wasserressourcen zieht nicht nur moralische, sondern auch materielle Verantwortung nach sich.
Finanzielle Folgen von Verstößen
Die Strafen für Verstöße gegen die Fischereivorschriften in der Ukraine sind beträchtlich. Die Gebühr für ein Exemplar illegal gefangenen Fisches kann beträchtliche Summen erreichen, was den Wildfang wirtschaftlich unrentabel macht. Besonders hervorzuheben ist die Strafe für den illegalen Fang von Flusskrebsen – sie beträgt 3.332 Hrywnja pro Exemplar.
Das Gosrybaagentstvo ruft die Bürger auf, das Naturschutzgesetz einzuhalten und verantwortungsbewusst zu angeln, um den Reichtum der ukrainischen Natur für zukünftige Generationen zu bewahren.