An dem Tag des Angriffs, dem 21. August, führten russische Streitkräfte eine Serie von Angriffen mit Kampfdrohnen auf Krywyj Rih durch und trafen gezielt das größte Einkaufszentrum der Stadt – „Sonnjačna Galereja“. Laut Bestätigung durch die lokalen Behörden griff der Feind das Gebäude zweimal an: Zuerst wurde eine Drohne eingesetzt, woraufhin ein Brand ausbrach; etwa 30 Minuten später folgte ein erneuter Treffer durch eine Raketen-Drohne vom Typ „Schahed“. Zum Zeitpunkt der Angriffe befanden sich zahlreiche Besucher im Einkaufszentrum, was die Tragweite der Folgen vielfach verstärkte.
Zeittafel: Von den ersten Meldungen bis zu offiziellen Bestätigungen
Die ersten Meldungen über den Treffer erschienen gegen 16:35 Uhr in Telegram-Kanälen. Bereits wenige Minuten später bestätigte Alexander Wylkul, Vorsitzender des Verteidigungsrats von Krywyj Rih, den Angriff auf das Einkaufszentrum und gab an, dass eine Drohne eingesetzt wurde und im Gebäude ein Feuer ausbrach. Unabhängig von ihm bestätigte auch Alexander Hantscha, Leiter der Militärverwaltung der Oblast Dnipropetrowsk, die Tatsache des Angriffs. Kurz darauf präzisierte Wylkul, dass das Ziel erneut von einer Raketen-Drohne „Schahed“ getroffen worden sei. In sozialen Medien verbreiteten sich schnell Videoaufnahmen, die den direkten Treffer auf das Einkaufszentrum und die große Menschenmenge im Inneren zum Zeitpunkt des Angriffs festhalten.
Ausmaß der Tragödie: Tote und Verletzte
Die Zahl der Opfer stieg mit dem Einlaufen von Daten aus Krankenhäusern und vom Ort des Unglücks. Zunächst gaben die Behörden einen Toten und 12 Verletzte an; später stiegen die Zahlen auf fünf Tote und 52 Verletzte, darunter sechs Kinder. Gegen Abend des 21. August informierte der Leiter der Oblast-Militärverwaltung, Alexander Hantscha, über 14 Tote und 121 verletzte Zivilisten, darunter 22 Kinder; 29 Personen, einschließlich fünf Kinder, befanden sich in kritischem Zustand. Besonders erwähnt wurde, dass ein 14-jähriges Mädchen mit einer Schädel-Hirn-Verletzung in ein Kinderkrankenhaus der Oblast verlegt wurde, und dass es Vermisste gibt, die nicht mehr erreichbar sind. Am Ort arbeiteten polizeiliche Ermittlungsgruppen, Sprengstoffexperten, medizinisches Personal und Rettungsdienste, die Trümmersuche durchführten und den Verletzten Hilfe leisteten.
Widersprüchliche Daten
In offenen Quellen und Aussagen offizieller Personen lassen sich Abweichungen in den endgültigen Zahlen feststellen, was für eine sich entwickelnde Situation typisch ist. Alexander Wylkul, Vorsitzender des Verteidigungsrats von Krywyj Rih, und mehrere Medien (darunter das aserbaidschanische Portal zerkalo.az) gaben 14 Tote und 121 Verletzte an. Alexander Hantscha, Leiter der Oblast-Militärverwaltung, nannte in einer späteren Präzisierung 15 Tote und 130 Verletzte, darunter 23 Kinder. Das bulgarische Portal fakti.bg berichtete seinerseits von 16 Opfern. Somit bleibt der endgültige Verlustsaldo zum Zeitpunkt der Veröffentlichung nicht durch eine einzige Zahl festgelegt: Der Schätzbereich reicht von 14 bis 16 Toten und von 121 bis 130 Verletzten. Alle Versionen stimmen im Wesentlichen überein – in der massenhaften Opferzahl unter der Zivilbevölkerung und dem Vorhandensein von Kindern unter den Verletzten.
Reaktion der Behörden und Strafverfolgungsbehörden
Das Büro des Generalstaatsanwalts der Ukraine teilte mit, dass unter der prozessualen Leitung der Staatsanwaltschaft der Oblast Dnipropetrowsk ein Strafverfahren wegen eines Kriegsverbrechens eingeleitet wurde. Der Ombudsmann Dmytro Lubynez betonte, dass Russland das Einkaufszentrum bewusst als Ziel ausgewählt habe; also werden zivile Objekte und Menschen vom Aggressor als eines der Ziele des Krieges gegen die Ukraine genutzt. Präsident Wolodymyr Selenskyj nannte den Treffer „absolut zynisch und niederträchtig“, wies darauf hin, dass die Drohnen in zwei Wellen mit einem Intervall von 30 Minuten einschlugen, und erklärte, dass solche Angriffe Terrorismus darstellen, auf den die Welt mit echtem Druck und der Verantwortung Russlands reagieren muss.
Kontext: Serie von Angriffen auf Krywyj Rih
Der Angriff auf „Sonnjačna Galereja“ setzte eine Serie von Beschuss und Angriffen auf Krywyj Rih fort. Insbesondere führten russische Streitkräfte am 16. August einen Raketenangriff auf die Stadt durch, bei dem ein Zivilist getötet wurde. Wiederholte gezielte Angriffe auf zivile Objekte mit massenhaften Opfern belegen den systematischen Charakter des Terrors gegen die Bevölkerung der Stadt und bilden die Grundlage für internationale Forderungen, Russland für Kriegsverbrechen zur Verantwortung zu ziehen.