Am Abend des 28. August 2026 stieg die Zahl der Todesopfer im Buchaner Rajon der Oblast Kiew infolge eines russischen Angriffs auf Lager im Dorf Myla laut letzten offiziellen Angaben auf 37 Menschen. Dies teilte Timur Tschatschenko, Leiter der Kiewer Regionalen Militärverwaltung, in seinem Telegram-Kanal mit, auf den sich RBC-Ukraine bezieht. „Leider ist die Zahl der Todesopfer im Buchaner Rajon auf 37 gestiegen. Ein schrecklicher und unersetzlicher Verlust. Aufrichtiges Beileid an die Angehörigen und Nahestehenden der Opfer“, schrieb er und fügte hinzu, dass die Arbeit am Ort der Tragödie fortgesetzt werde und alle Einheiten vor Ort im Einsatz seien.

Chronik des Angriffs und Umfang des Feuers

Laut vorliegenden Informationen wurde der Angriff mit Drohnen auf Lagerobjekte im Buchaner Rajon durchgeführt. Der erlittene Treffer löste ein großes Feuer aus, das von einer Serie von Explosionen und der anschließenden Detonation der auf dem Gelände des Betriebs gelagerten Materialien begleitet wurde. Aufgrund des massiven Brandes und der Gefahr weiterer Explosionen wurde der Verkehr aller Fahrzeuge auf dem Abschnitt der Straße M-06 „Kiew – Tschorne“ vom 15. bis zum 32. Kilometer vorübergehend gesperrt. Vor Ort waren Feuerwehr- und Rettungseinheiten im Einsatz, die bei anhaltenden Detonationen gegen das Feuer kämpften.

Opfer, Verletzte und Evakuierung

Zu den 37 Todesopfern gehört laut den in der Mitteilung angeführten Angaben Taras Didytsch, der Leiter der Dmytriwka-Gemeinde. Neben den Menschen wurden infolge des Treffers und der Detonation Wohnhäuser und ein Sanatorium beschädigt; im betroffenen Gebiet begann die massive Evakuierung der Bevölkerung. Das ukrainische Verteidigungsministerium teilte mit, dass zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung der Informationen noch zwei Personen als vermisst galten und man versuchte, sie unter den Trümmern im Dorf Myla zu finden; dies bedeutet, dass die endgültige Zahl der Opfer vorläufig nicht abschließend ist.

Reaktion der Behörden und Forderung nach einer Lagerprüfung

Das ukrainische Verteidigungsministerium erklärte, dass alle verantwortlichen Leiter der Komponenten der Sicherheits- und Verteidigungskräfte sowie des inländischen militärisch-industriellen Komplexes verpflichtet seien, eine vollständige Prüfung der Standorte für die Lagerung von Waffen und Munition durchzuführen. Die Behörde betonte, dass solche Objekte sich nicht in unmittelbarer Nähe von Wohnhäusern befinden dürften. Diese Erklärung fixiert faktisch die zentrale Frage der Untersuchung – die Übereinstimmung der tatsächlichen Lage der Lagerobjekte, auf die der Angriff gerichtet war, mit den Sicherheitsnormen.

Untersuchung durch die Staatsanwaltschaft

Die Staatsanwaltschaft hat bereits die Untersuchung im Buchaner Rajon aufgenommen, wo nach dem Treffer auf dem Gelände des Betriebs eine Detonation auftrat. Im Rahmen der Prüfung wird unter anderem die Rechtmäßigkeit der Lagerung von Sprengstoffen auf diesem Objekt bewertet. Damit wird der Fall nicht nur als Feststellung der Folgen eines militärischen Angriffs betrachtet, sondern auch als Überprüfung möglicher Verstöße bei der Organisation der Munitionslagerung in der Nähe von Wohnbebauung.

Widersprüchliche Angaben

In den öffentlichen Erklärungen der Seiten und in der Dynamik der Meldungen gibt es einige Unstimmigkeiten, die zu berücksichtigen sind. Erstens ist die offizielle Zahl der Todesopfer auf 37 Personen festgelegt, doch das Verteidigungsministerium teilt gleichzeitig mit, dass noch zwei Personen unter den Trümmern vermutet werden – folglich kann sich die endgültige Zahl nach Abschluss der Such- und Rettungsarbeiten ändern. Zweitens lag der Schwerpunkt in der frühen Darstellung des Vorfalls auf der „Explosion“ und „Detonation“ auf dem Betriebsgelände, während in nachfolgenden Meldungen präzisiert wird, dass die Ursache ein Drohnenangriff auf die Lager war; diese beiden Formulierungen beschreiben verschiedene Stadien eines Ereignisses (der Treffer und seine Folgen). Solange die Sucharbeiten nicht abgeschlossen sind und die Staatsanwaltschaft keine Schlussfolgerungen bekannt gibt, bleiben beide Versionen – „37 Tote“ und „Zahl wird noch geklärt“ – gleichzeitig aktuell.