In Riwne kam es im Innenhof des Verwaltungsgebäudes des Polizeireviers Nr. 1 zu einer Explosion, bei der eine Person getötet wurde. Dies berichtete RBC-Ukraine unter Verweis auf eine Erklärung der Polizei der Oblast Riwne auf Facebook. Laut den präzisierten Angaben der Strafverfolgungsbehörden ereignete sich der Vorfall gegen 15:30 Uhr, als auf dem Gelände des Innenhofs des Reviers Mitarbeiter des Sprengstoffdienstes arbeiteten. Am Unfallort wurden umgehend alle Notdienste eingesetzt, und die Strafverfolgungsbehörden begannen mit der Klärung der Umstände und Ursachen der Detonation.
Umstände der Explosion
Die Polizei präzisierte, dass die Explosion während der Dienstausführung durch Mitarbeiter des Sprengstoffdienstes (УВТС) erfolgte. Laut vorläufigen Angaben handelt es sich um eine Detonation während der Arbeiten mit explosiven Gegenständen. Infolge des Vorfalls wurde ein Spezialist des Sprengstoffunterstützungsdienstes getötet, drei weitere Polizisten desselben Unterabschnitts erlitten Verletzungen. Zunächst hieß es in der Erklärung lediglich von „einem Getöteten und drei verletzten Ordnungshütern“, woraufhin die Behörde konkretisierte, dass alle vier dem Sprengstoffdienst angehörten.
Folgen und Zustand der Verletzten
Die Explosion beschädigte das Gebäude des Verwaltungstrakts: Auf Fotos vom Unfallort sind ausgeschlagene Fenster und zerstörte Fensteröffnungen zu sehen, und der Umfang ist mit Band der „Nationalna Politsija“ (Nationale Polizei) abgesperrt. Die drei verletzten Mitarbeiter wurden den Sanitätern übergeben; über die Art und Schwere ihrer Verletzungen wurden in den öffentlichen Erklärungen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung keine weiteren Angaben gemacht. Die Notdienste setzten ihre Arbeit am Ort fort, um die Sicherheit zu gewährleisten und das Gelände zu untersuchen.
Verlauf der Ermittlungen
Aufgrund der Explosion auf dem Gelände des Verwaltungsgebäudes des Bezirksreviers der Polizei in Riwne wurde ein Strafverfahren nach Artikel 264 des Strafgesetzbuchs der Ukraine eingeleitet. Die Ermittlungen führt das Staatliche Ermittlungsbüro. Die Strafverfolgungsbehörden klären die genauen Umstände und Ursachen der Detonation, darunter auch, wie genau die Sprengstoffexperten zum Zeitpunkt der Explosion arbeiteten. Die endgültige Qualifikation und die Details des Falls werden im Laufe der Ermittlungen präzisiert.
Kontext: Serie von Explosionsvorfällen
Der Vorfall in Riwne ereignete sich vor dem Hintergrund einer Reihe anderer Ereignisse, die mit Explosionen und Sprengungen zusammenhängen. Zuvor hatten die Ordnungshüter zwei Hauptversionen der Explosionen von Munition auf einem Militärgelände in der Oblast Chmelnyzkyj geprüft; dieses Ereignis wurde vorläufig nach Teil 2, Artikel 414 des StGB der Ukraine qualifiziert — Verstoß gegen die Regeln des Umgangs mit Waffen und gefährlichen Stoffen, der zu Körperverletzungen mehrerer Personen führte. Außerdem wurden in Odessa drei Agenten russischer Geheimdienste festgenommen, die am 28. Juli zwei Terroranschläge durch das Sprengen von Autos verübten: Dabei wurde ein ziviler Fahrer getötet, ein Soldat und eine Beifahrerin erlitten Verletzungen. Im Zentrum von Mykolaiv nahm der SBU-Gegendienst einen russischen Agenten fest, der einen Anschlag mit einer selbstgebauten Bombe vorbereitet hatte. Die Gesamtheit dieser Ereignisse unterstreicht die erhöhte Aufmerksamkeit der Strafverfolgungsbehörden gegenüber Vorfällen mit Sprengstoffen.