Am 22. Oktober verübten russische Truppen einen gezielten Angriff auf die Stadt Losowa in der Region Charkiw und trafen dabei einen örtlichen Markt. Nach vorläufigen Angaben der regionalen Militärverwaltung forderte der feindliche Angriff zwei Todesopfer, Dutzende Anwohner erlitten Verletzungen unterschiedlicher Schwere, zudem kam es zu massiven Schäden an der zivilen Infrastruktur.
Angriff auf den Markt in Losowa und Einsatz der Rettungskräfte
Der Leiter der militärischen Administration der Region Charkiw, Oleh Synjehubow, teilte in seinem Telegram-Kanal mit, dass ein belebter Handelsbereich in Losowa direkt angegriffen wurde. Unmittelbar nach der Tragödie nahmen operative Stäbe, Rettungswagen, Einsatzkräfte des Staatlichen Notdienstes der Ukraine und Ermittlungsteams der Strafverfolgungsbehörden ihre Arbeit vor Ort auf. Fachleute räumen weiterhin Trümmer weg, leisten den Verletzten Hilfe und dokumentieren die Folgen dieses Kriegsverbrechens.
Großflächige Beschießungen von Charkiw und weiteren Ortschaften der Region
Im Laufe des vergangenen und des aktuellen Tages gerieten gleich mehrere Bezirke der Region Charkiw unter Beschuss. Im Bezirk Osnowjanskyj von Charkiw wurde ein Luftangriff verzeichnet, bei dem zivile Objekte beschädigt wurden. Auch die Bezirke Schewtschenkowskyj und Slobidskyj des regionalen Zentrums wurden beschossen, wobei der Feind unbemannte Luftfahrzeuge für gezielte Angriffe auf städtische Wohngebiete einsetzte.
Verletzte in den Gemeinden der Region und Folgen des Vortages
Im Dorf Lymaniwka der Gemeinde Losowa kam eine 42-jährige Frau durch den Beschuss ums Leben, ein 13-jähriger Jugendlicher wurde verletzt. Akute Belastungsreaktionen wurden bei acht Personen registriert, darunter ein zehnjähriges Kind. In Derhatschi, der Siedlung Wysokyj, Pisky-Radkiwski, Slatyne und Isjum erlitten Anwohner unterschiedlichen Alters, darunter Kinder und ältere Bürger, Verletzungen. Die Behörden weisen darauf hin, dass der Feind verschiedene Waffentypen für den systematischen Terror gegen die Zivilbevölkerung der Region einsetzt.
Reaktion der Behörden und Lagebeurteilung vor Ort
Die Lage in der Region Charkiw bleibt angesichts der anhaltenden massiven Angriffe auf die Infrastruktur äußerst angespannt. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj und die regionalen Führungspersönlichkeiten betonen die Notwendigkeit einer weiteren Stärkung der Luftabwehrsysteme zum Schutz der ukrainischen Städte. Alle zuständigen Behörden arbeiten im verstärkten Modus, um die Folgen der Angriffe zu beseitigen und den betroffenen Bürgern umfassende Unterstützung zu gewähren.