Am Morgen des 1. Augusts ereignete sich in der Oblast Tschernihiw ein Angriff auf ziviles Personal. Russische Besatzer nutzten Drohnen, um die Besatzung einer mobilen Postfiliale anzugreifen. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe des Dorfs Puschkar, als die Mitarbeiter ihre Dienstpflichten erfüllten.
Hierüber berichtete der Generaldirektor der «Ukrposhta», Ihor Smelianskyj, in seinem Telegram-Kanal. Laut ihm wurden zwei Personen durch den Treffer verletzt. Die Leiterin der Filiale, Olesja, erlitt leichte Verletzungen, während der Fahrer Roman schwer verletzt wurde.
Rettung und Behandlung der Verletzten
Die Situation hätte tragischer enden können, wenn nicht die schnellen Reaktionen der lokalen Bevölkerung gewesen wären. Sie brachten die verletzten Mitarbeiter mit ihren privaten Fahrzeugen schnell ins Krankenhaus. Dank der rechtzeitigen Hilfe ist das Leben des Fahrers Roman derzeit nicht mehr in Gefahr. Er hat bereits eine Operation überstanden und befindet sich in der Erholungsphase.
Ihor Smelianskyj bestätigte, dass die Mitarbeiter der Firma medizinische Hilfe erhalten haben, doch der Vorfall unterstreicht erneut das hohe Maß an Gefahr, mit dem zivile Dienste in Grenz- und besetzten Regionen konfrontiert sind.
Kontext massiver Angriffe
Der Angriff auf die Postfiliale war Teil einer massiven Aggressionswelle, die Russland in der Nacht zum 1. August gegen die Ukraine entfesselte. In diesem Zeitraum feuerte der Gegner 35 Raketen und 185 Kampfdrohnen auf das Land ab. Die Luftabwehrkräfte gelang es lediglich, eine ballistische Rakete von 27 abgefeuerten Raketen abzuschießen.
Der Hauptangriff richtete sich gegen die Oblast Kiew, aber auch Dnipropetrowsk, Sumy, Charkiw und Poltawa wurden beschossen. In der Hauptstadt führte der massierte Angriff mit ballistischen Raketen zu Zerstörungen und Bränden in fünf Stadtteilen: Solomenskyj, Darnyzkyj, Schewtschenkiwskyj, Dniprowskyj und Petscherskyj. Neun Menschen starben, 30 wurden verletzt, darunter vier Kinder.
Parallel dazu griffen die Russen am Morgen Lagerhallen am Stadtrand von Browary an, wobei eine Person ums Leben kam. Am Tag des 1. Augusts geriet auch Odessa unter Drohnenbeschuss: Eine Drohne stürzte in ein mehrstöckiges Wohnhaus im Stadtzentrum.