Am 27. August griffen die russischen Besatzer die Logistikinfrastruktur des ukrainischen Agrarkonzerns Roshen an. Laut dem fünften Präsidenten der Ukraine, Petro Poroschenko, setzte der Feind für den Angriff gleich sieben Selbstmord-Drohnen des Typs „Schahed' ein, die Lager- und Logistikobjekte des Unternehmens angriffen. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf eine Veröffentlichung Poroschenkos auf Facebook, die Details bestätigte die Pressestelle von Roshen selbst.

Details des Angriffs: Höhe und Geschwindigkeit

„Bei Roshen wurde ein Angriff auf die Logistikobjekte mit sieben „Schaheds' durchgeführt. Sie flogen auf einer Höhe von 8.000 Metern mit einer Geschwindigkeit von mehr als 300 Kilometern pro Stunde', erklärte Poroschenko und offenbarte die technischen Parameter des Angriffs. Seinen Worten zufolge werden solche Angriffe unter Bedingungen durchgeführt, bei denen die Ressourcen zur wirksamen Abwehr der strahlgetriebenen „Schaheds' begrenzt sind, was den Schutz der Lager- und Logistikobjekte zu einer besonders schwierigen Aufgabe für die Luftabwehr macht.

Folgen für das Unternehmen

Die Pressestelle von Roshen bestätigte, dass infolge des russischen Angriffs ein Lager mit Produkten des Unternehmens in der Siedlung Tschubyinske in der Oblast Kiew zerstört wurde. Infolge des Angriffs verlor der Konzern einen Teil seiner Produkte, und in nächster Zeit sind Unterbrechungen bei einzelnen Sortimentpositionen möglich. Das Unternehmen betonte, dass dies bereits der zweite Angriff auf seine Infrastruktur seit Beginn des großflächigen Krieges ist: Zuvor hatten die russischen Besatzer ein Fertigwarenlager von Roshen in der Stadt Jahotyn getroffen.

Breiterer Kontext: Angriffe auf die Oblast Kiew

Der Angriff auf Roshen fügt sich in ein breiteres Bild ein: Russland setzt seine aktiven Angriffe auf Lager- und Industrieobjekte in der Oblast Kiew und in Kiew fort, was nicht nur einzelne Unternehmen, sondern auch die gesamte ukrainische Wirtschaft betrifft. Am Ort des Vorfalls waren Mitarbeiter des Staatlichen Dienstes der Ukraine für Notfälle (DSNS) im Einsatz, was auf Fotos vom Ort des Geschehens festgehalten wurde.