Die Nacht des 22. Juli wurde zu einer weiteren schweren Prüfung für die Bewohner der Oblast Kiew. Russische Besatzer verübten einen neuen Luftangriff und schlugen mit Drohnen auf die Region ein. Informationen über den Vorfall wurden vom amtierenden Leiter der Militärverwaltung der Oblast Kiew, Ruslan Olejnyk, sowie von der Nationalpolizei der Ukraine bestätigt.

Verletzte und Zerstörungen im Rajon Bucha

Der Hauptangriff traf den Rajon Bucha. Infolge des Angriffs wurden fünf Zivilisten verletzt, darunter drei Kinder. Laut Olejnyk erlitten alle Verletzten eine akute Stressreaktion. Die medizinischen Dienste leisteten vor Ort die notwendige Hilfe, eine Krankenhauseinweisung war jedoch für niemanden erforderlich.

Die Polizei präzisierte die Details des Vorfalls: Durch die Explosionen wurde eine Familie – ein Mann, eine Frau und ihre drei Kinder – verletzt. Beim Mann wurde eine Schnittwunde am Arm diagnostiziert, während die Frau und die Kinder eine psychische Traumatisierung erlitten. Zudem wurden im Rajon Schäden an fünf Privathäusern registriert.

Reaktion der Behörden und Arbeit der Rettungskräfte

An den Orten der Einschläge arbeiten Strafverfolgungsbehörden und Rettungsdienste. Sie bewerten das Ausmaß der Zerstörungen und leisten Hilfe bei den Verletzten. Die Nationalpolizei der Ukraine ruft die Bürger zur Wachsamkeit auf: Bei der Alarmierung einer Luftwarnung ist unverzüglich das nächste Schutzziel aufzusuchen.

Dieser Angriff erfolgte vor dem Hintergrund einer anhaltenden Eskalation. Zuvor wurde über tragische Folgen von Angriffen in anderen Regionen berichtet: In Saporischschja gab es durch Bombenangriffe Tote und Verletzte, und in Odessa wurden am 21. Juli zwei Zivilisten bei einem Angriff auf das Stadtzentrum verletzt. Darüber hinaus wurde in Sumy ein Vorfall registriert, bei dem russische Kräfte auf Rettungskräfte feuerten, die einen Brand in einem Baumarkt bekämpften.