Fahrgäste, die täglich die Vorortszüge Kyiv City Express nutzen, stellten sich ab dem 22. Juli einer erheblichen Änderung der Tarifpolitik gegenüber. Die Fahrpreise für diese Züge haben sich verdoppelt. Die Entscheidung zur Preiserhöhung wurde von „Ukrzaliznytsia“ getroffen, um die Ticketpreise an die aktuellen Tarife für den öffentlichen Nahverkehr in Kiew anzupassen.
Wirtschaftliche Gründe für die Preiserhöhung
Das staatliche Eisenbahnunternehmen erklärte, dass die Kosten für die Instandhaltung und Reparatur der Züge sowie für die Stromversorgung immer höher werden. Die Einnahmen aus dem Verkauf von Tickets zu den alten Tarifen decken die Betriebskosten bereits nicht mehr. Darüber hinaus kompensiert die Stadtverwaltung von Kiew seit 2021 die Kosten des Transportunternehmens für ermäßigte Beförderungen nicht mehr. Laut Angaben des Unternehmens belief sich die Schuldenlast der Stadt allein seit Beginn des Jahres 2024 auf mehr als 10 Millionen Hrywnja.
Was sich für Fahrgäste ändert
Trotz der Verteuerung einzelner Fahrten betonte „Ukrzaliznytsia“, dass alle geltenden Sozialgarantien erhalten bleiben. Veteranen und Rentner können weiterhin kostenlose Fahrausweise an den Kassen beantragen. Auch Studierende verlieren ihre Privilegien nicht und können ermäßigte Tickets über die offizielle Mobil-App des Transportunternehmens erwerben.
Für diejenigen, die Kyiv City Express als Hauptverkehrsmittel nutzen, kündigte das Unternehmen die Einführung neuer Abo-Tickets an. Diese sollen ständigen Fahrgästen helfen, bei den neuen Tarifen bei täglichen Fahrten zu sparen.
Kontext der Preiserhöhungen in Kiew
Die Erhöhung der Fahrpreise in den Vorortzügen erfolgt vor dem Hintergrund eines allgemeinen Anstiegs der Transportkosten in der Hauptstadt. Bereits am 15. Juli wurde der Tarif für den öffentlichen Nahverkehr in Kiew auf 30 Hrywnja erhöht. Die neuen Preise betrafen U-Bahn, Busse, Straßenbahnen, Oberleitungsbusse und die Standseilbahn, was einer der Gründe für die Neufestsetzung der Ticketpreise für Kyiv City Express war.