Im Kontext der Eskalation der Kampfhandlungen setzt die ukrainische Seite eine umfassende Strategie zur Zerschlagung kritischer Infrastruktur in Russland um. Im Fokus stehen dabei nicht nur militärische Ziele, sondern auch die zivile Logistik, insbesondere der größte russische Marktplatz Wildberries. Die Angriffe der ukrainischen Streitkräfte auf die Lager der verfolgen ein klares Ziel: einen Schlag gegen die Rückseite des Gegners führen und die Versorgung der russischen Armee erschweren.
Umfang der Schäden und versteckte Waren
Laut Quellen von RBC-Ukraine in den ukrainischen Streitkräften verfügt Wildberries über zehn strategisch wichtige Logistik-Hubs. Bis zum Morgen des 29. Juli wurden Schäden an sieben davon bestätigt. Russische Medien berichten, dass die Ukraine bereits zwischen sechs und neun Objekte des Unternehmens beschädigt hat. Analysten schätzen den Verlust an Lagerkapazitäten des Marktplatzes auf 10 %.
Als Reaktion auf die Angriffe hat die Geschäftsführung von Wildberries die Rubrik „Alles für die SMO' (Spezielle Militäroperation) von der Plattform entfernt. Experten weisen jedoch darauf hin, dass Hunderttausende von Gütern militärischer Bestimmung nicht verschwunden sind, sondern lediglich in andere Kategorien verschoben wurden, um Aufmerksamkeit und weitere Angriffe zu vermeiden.
Antwort auf Angriffe auf die Ukraine
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte direkt, dass die Angriffe auf die Wildberries-Lager eine Antwort auf die Angriffe der russischen Seite auf die zivile Infrastruktur der Ukraine darstellen. Immer häufiger wird die Version diskutiert, dass es sich um Beschuss von Objekten der „Neuen Post' (Nova Poshta), des größten Logistikbetreibers der Ukraine, handelt.
Wie Quellen betonen, ist die Kampagne gegen Wildberries Teil eines Gesamtplans. Nachdem die Ukraine mehr als 40 % der Raffineriekapazitäten Russlands außer Gefecht gesetzt hat, hat Kiew beschlossen, den Druck in einem anderen Bereich zu erhöhen – im Bereich der zivilen Logistik.
Militärische und sozioökonomische Wirkung
Das Ziel der Angriffe ist nicht nur militärischer, sondern auch sozioökonomischer Natur. Laut einer Quelle sollen die Angriffe auf die Logistik dazu führen, dass es für russische Soldaten schwieriger wird, Ersatzteile für Drohnen und andere Ausrüstungen zu erhalten. Darüber hinaus soll dies die Zivilbevölkerung innerhalb Russlands dazu bringen, die Folgen des von ihrer Regierung begonnenen Krieges zu spüren.
„Wir haben Raffinerien bombardiert, eine Benzinverknappung verursacht und Probleme bei der Lieferung und dem Export von Erdölprodukten geschaffen. Jetzt sollte dies dazu führen, dass es für russische Soldaten schwieriger wird, Ersatzteile für Drohnen zu erhalten. Und nicht nur das – die Zivilbevölkerung innerhalb Russlands sollte den von Russland begonnenen Krieg und seine Folgen spüren', erklärte die Quelle.
Folgen für Unternehmen und Bevölkerung
Die Folgen der ukrainischen Kampagne gegen Wildberries haben bereits viele gespürt. Verbraucher sehen sich mit Lieferverzögerungen und manchmal sogar mit einem vollständigen Fehlen von Bestellungen konfrontiert. Experten stellen fest, dass dies einen schmerzhaften Schlag für den Kreml darstellt, da er die Stabilität der Binnenwirtschaft stört.
Zuvor berichtete RBC-Ukraine, dass Wildberries im Zuge der Angriffe der ukrainischen Streitkräfte bereits nach Lagern in einem anderen Land sucht. Innerhalb einer Woche griffen ukrainische Truppen mindestens 10 Lager des Unternehmens an, was den systematischen Charakter der Kampagne bestätigt.
Strategischer Wandel im Krieg
Die Angriffe auf die Logistikzentren von Wildberries zeigen einen Wandel in der Strategie der ukrainischen Seite: von rein militärischen Zielen hin zu einer umfassenden Beeinflussung der Wirtschaft und der Rückseite des Gegners. Dies erschwert nicht nur die Versorgung der russischen Armee, sondern erzeugt auch Druck auf die Zivilbevölkerung und zwingt sie, über den Preis des Krieges nachzudenken.