In Kriwyj Rih brach nach einem russischen Angriff auf das größte Einkaufszentrum der Stadt, die „Sonnen-Galerie“, ein Großbrand aus, der Menschenleben forderte und Dutzende verletzte. Laut Alexander Gantscha, dem Leiter der Militärverwaltung der Oblast Dnipropetrowsk, ist die Zahl der Opfer des feindlichen Angriffs auf 91 Personen gestiegen. Am Unfallort waren Feuerwehreinheiten im Einsatz, und dicke Rauchschwaden stiegen über dem Gebäude auf, was durch Fotos vom Tatort bestätigt wird.
Anschlag auf das größte Einkaufszentrum
Laut Angaben der regionalen Militärverwaltung war das Ziel des Angriffs eines der größten Einkaufszentren Kriwyj Rihs, die „Sonnen-Galerie“. Nach dem ersten Treffer brach im Gebäude ein Feuer aus, das den Einsatz erheblicher Kräfte der Feuerwehr und Rettungsdienste erforderte. Gantscha betonte, dass sich unter den 91 Verletzten 21 Personen in schwerem Zustand befinden, darunter ein Kind, was auf einen hohen Zerstörungsgrad und eine große Gefahr für die im Einkaufszentrum anwesenden Bürger hindeutet.
Feuer und erneuter Drohnenangriff
Wie die OWA (Regionale Militärverwaltung) mitteilte, griffen russische Streitkräfte das Einkaufszentrum kurz nach dem ersten Treffer erneut an und setzten einen Raketen-Drohnen vom Typ „Schahed“ ein. Die regionale Militärverwaltung hob besonders hervor, dass die russischen Drohnen in sehr niedrigen Höhen flogen, was ihre rechtzeitige Entdeckung und Abfangung erschwerte. Der erneute Treffer verschlimmerte das Feuer und erschwerte die Arbeit der Rettungskräfte vor Ort.
Tote und Verletzte
Laut Gantscha ist ein Mann im Krankenhaus gestorben, der während des Angriffs schwere Verletzungen erlitten hatte. Somit hat der feindliche Angriff nach offiziellen Angaben der OWA zum Zeitpunkt der Erklärung sechs Menschen das Leben gekostet. Gleichzeitig leisten Ärzte Dutzenden Verletzten Hilfe, von denen mehr als zwanzig in kritischem Zustand sind. Die medizinischen Teams arbeiten im verstärkten Modus, und die Zahl der Verletzten steigt laut dem Leiter der OWA weiter, da Informationen aus den Krankenhäusern eintreffen.
Widersprüchliche Daten
Zwischen den Aussagen offizieller Personen und Veröffentlichungen einiger ukrainischer Medien bestehen Diskrepanzen bei den Schlüsselzahlen. Alexander Gantscha berichtete in seiner Erklärung über sechs Tote und 91 Verletzte. Gleichzeitig nannte das Medium „Korrespondent“ in seinem Artikel bereits 14 Tote infolge des Anschlags auf das Einkaufszentrum in Kriwyj Rih. Diese Unterschiede können dadurch erklärt werden, dass die Daten zu unterschiedlichen Zeitpunkten erfasst werden und die Zahl der Opfer sich je nach Stabilisierung des Zustands der Verletzten in den Krankenhäusern ändern kann. Zum Zeitpunkt der Erstellung des Materials wurde die endgültige und von allen Quellen abgestimmte Zahl der Toten offiziell nicht bestätigt; daher führt die Redaktion beide Versionen an und empfiehlt, auf die nachfolgenden offiziellen Meldungen der regionalen Militärverwaltung zu achten.
Strafverfahren wegen Kriegsverbrechen
Im Büro des Generalstaatsanwalts der Ukraine wurde mitgeteilt, dass Staatsanwälte die Folgen des Anschlags auf das Einkaufszentrum in Kriwyj Rih dokumentieren. Zu diesem Vorfall wurde ein Strafverfahren wegen des Verdachts auf ein Kriegsverbrechen gemäß Artikel 438 des Strafgesetzbuchs der Ukraine eingeleitet. Die Ermittlungen dokumentieren die Zerstörungen, sammeln Beweise und befragen die Opfer, um die Umstände des Angriffs auf ein ziviles Objekt festzuhalten.
Reaktion und weitere Ermittlungen
Der Vorfall in Kriwyj Rih war einer der resonantesten Angriffe auf die zivile Infrastruktur in der Region. Behörden und Rettungsdienste arbeiten weiterhin an der Beseitigung der Brandfolgen und der medizinischen Versorgung der Verletzten, während die Ermittlungsbehörden an der Aufklärung aller Umstände des Angriffs arbeiten. Die Redaktion von XAB.info wird die Entwicklung der Situation verfolgen und die Daten zur Zahl der Opfer und Verletzten aktualisieren, sobald offizielle Informationen vorliegen.