Russische Streitkräfte haben mit einer Drohne einen Angriff auf einen Bahnhof im Rajon Lozowsk in der Oblast Charkiw durchgeführt, an dem zum Zeitpunkt des Angriffs ein für die Evakuierung von Fahrgästen stehender Elektrozug stand. Laut Angaben der Nationalen Polizei der Ukraine, auf die RBC-Ukraine verweist, wurden infolge des Treffers zwei Frauen getötet, fünf weitere Personen erlitten Verletzungen verschiedener Schweregrade. Die Polizei stuft den Vorfall als Kriegsverbrechen ein und dokumentiert seine Folgen.
Umstände des Angriffs
Laut Berichten der Strafverfolgungsbehörden traf ein feindliches UAV einen Güterwagen in der Nähe des Bahnsteigs im Rajon Lozowsk. Zu diesem Zeitpunkt stand in der Nähe der Einschlagstelle ein Elektrozug, der für die Evakuierung der Fahrgäste angehalten hatte. Genau in der Einschlagzone befanden sich Menschen, was zum Tod der beiden Frauen führte. Unter den fünf Verletzten ist ein 11-jähriges Mädchen, dessen Zustand als schwerwiegend eingestuft wird. Allen Verletzten wird laut Polizei die notwendige medizinische Hilfe geleistet.
Reaktion der Polizei und Dokumentation des Verbrechens
Die Nationale Polizei der Ukraine dokumentiert die Folgen des Angriffs und wertet ihn als weiteres Kriegsverbrechen der Besatzungstruppen. Am Ort des Vorfalls werden Schäden an Wagen und Infrastruktur festgehalten: Auf den veröffentlichten Aufnahmen sind zerbrochene Scheiben, verformte Rahmen und Anzeichen von Bränden in der Nähe des Zuges zu sehen. Die Strafverfolgungsbehörden setzen ihre Arbeit zur Klärung aller Umstände und Folgen des Angriffs fort.
Reihe von Angriffen auf die Eisenbahninfrastruktur
Die Polizei erinnert daran, dass russische Besatzungstruppen regelmäßig gezielte Angriffe auf die zivile Eisenbahninfrastruktur und Personenzüge der Ukraine durchführen. So traf am 13. August 2026 ein russischer „Schahed'-Drohnenangriff gezielt einen Personenzug in der Oblast Odessa, in dem sich 340 Personen befanden; die genaue Zahl der Getöteten bei diesem Vorfall wird in den verfügbaren Materialien nicht angegeben. An demselben Tag wurde in der Oblast Odessa zum zweiten Mal innerhalb von 24 Stunden Lokomotivtechnik angegriffen, die Rangierarbeiten durchführte. Am 22. August 2026 griff der Gegner ein Eisenbahnunternehmen in Kiew und einen Bahnhof in der Oblast Odessa an — in der Hauptstadt kam infolge eines ballistischen Treffers ein Eisenbahnangestellter ums Leben.
Was über die Folgen bekannt ist
Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurden zwei Getötete und fünf Verletzte bestätigt, darunter ein Kind in schwerem Zustand. Den Opfern wird medizinische Hilfe geleistet, die Polizei führt ihre Ermittlungen und die Dokumentation des Schadens fort. Der Vorfall im Rajon Lozowsk unterstreicht erneut den systematischen Charakter der Angriffe auf die zivile Eisenbahninfrastruktur und auf Züge, die zur Evakuierung der Zivilbevölkerung eingesetzt werden.