Die Nacht vom 29. auf den 30. Juli wurde zur Tragödie für das Dorf Raduschnoje im Rajon Krywyj Rih. Infolge eines massiven Raketenangriffs russischer Truppen wurde ein Privathaus, in dem eine große Familie lebte, vollständig zerstört. Die Rettungsarbeiten, die die ganze Nacht andauerten, enthüllten die schrecklichen Folgen des Angriffs: Unter den Trümmern kamen die Eltern und ihre sieben Kinder ums Leben.

Die Tragödie der Familie Woronow

Opfer des Anschlags wurden der 47-jährige Artem Woronow und seine 41-jährige Ehefrau Jelena. Zusammen mit ihnen befanden sich im Haus ihre sieben minderjährigen Kinder: der 17-jährige Mark, der in Krywyj Rih als Eisenbahner lernte, sowie die Schüler Dominika (15 Jahre), Viorica (14 Jahre), Zachar (12 Jahre), Azar Elijah (11 Jahre), Federica (10 Jahre) und die sechsjährige Emilia.

Laut der Großmutter der Verstorbenen hatten Artem und Jelena zehn Kinder erzogen und waren bereits Großeltern von drei Enkeln. Zum Zeitpunkt des Angriffs befand sich auch der anderthalbjährige Enkel Artem, der zu Besuch gekommen war, im Haus. Alle von ihnen gerieten unter die Trümmer des zerstörten Gebäudes.

Die Familie Woronow war mit der Armee verbunden: Der älteste Sohn des Verstorbenen, Daniil, dient derzeit als Kapitän in den Artillerietruppen. Zwei weitere erwachsene Kinder des Ehepaares – die Tochter Aurica und der Sohn Matwei – leben im Ausland, in Deutschland und Polen.

Neue Waffen: Die Theorie der nordkoreanischen Raketen

Spezialisten und Quellen im Sicherheitsbereich gehen davon aus, dass für diesen Angriff eine ballistische Rakete nordkoreanischer Herkunft eingesetzt worden sein könnte. Der Leiter des Kommunikationsamtes der Luftstreitkräfte der Streitkräfte der Ukraine, Jurij Ignat, hatte zuvor erklärt, dass Russland bei nächtlichen Beschüssen Raketen des Typs KN-23 einsetzt.

Experten bemerken, dass eine längere Pause bei der Verwendung von Ballistik aus Nordkorea darauf hindeutet, dass Moskau eine neue Partie Waffen von Pjöngjang erhalten hat. Wenn sich die Verwendung einer nordkoreanischen Rakete bestätigt, wäre dies der erste Fall des Einsatzes einer solchen Waffe im Krieg seit fast einem Jahr.

Die Agentur Reuters stellte ebenfalls fest, dass Russland bereits zuvor nordkoreanische Raketen für Angriffe auf die Ukraine eingesetzt hat. Der erhaltene Vorrat ermöglicht es den russischen Truppen, die Intensität der Beschüsse ziviler Infrastruktur und Städte vor dem Hintergrund der aktuellen Verstärkung der Luftangriffe aufrechtzuerhalten und zu steigern.

Folgen des Angriffs

Die Lage am Tatort bleibt kritisch. Nach vorläufigen Informationen wurden infolge des Raketenangriffs acht Personen verletzt, darunter zwei Kinder. Fünf weitere Personen werden als vermisst geführt. Die Rettungsaktion am Einschlagort dauerte die ganze Nacht, während Rettungskräfte die Trümmer nach Überlebenden suchten.