Russische Truppen haben im Zuge eines neuen massiven Angriffs einen Schlag gegen die ukrainische Eisenbahn geführt. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung wurden Treffer in Lutsk und in Fastiw registriert. Wie RBC-Ukraine unter Berufung auf den Chef von „Ukrzaliznytsia', Alexander Pertzowsky, berichtet, wurde in Lutsk ein Personenzug angegriffen, die Passagiere wurden jedoch rechtzeitig aus den Wagen evakuiert und die Mitarbeiter von ihren Arbeitsplätzen. Laut dem Unternehmensleiter sind alle Menschen unverletzt, es gibt keine Verletzten.

Verlauf des Angriffs und Sicherheitsprotokolle

Pertzowsky betonte, dass zum Zeitpunkt des Vorfalls der Angriff noch andauerte und im Luftraum über der Region „Schwärme' von „Schahed'-Drohnen unterwegs waren. Aus diesem Grund arbeiteten die Eisenbahner mit größter Aufmerksamkeit, und zur Sicherung der Passagiere sind Änderungen in den Fahrplänen möglich. Das Unternehmen hob hervor, dass die Evakuierung der Passagiere und des Personals im Voraus durchgeführt wurde, was laut seinen Angaben menschliche Opfer beim Treffer auf den Zug in Lutsk verhinderte.

Warnung der regionalen Behörden

Auch die Wolhynische Militärverwaltung hatte im Voraus vor dem bevorstehenden massiven Angriff gewarnt. Laut ihrem Vorsitzenden Roman Romanjuk flogen in Richtung der Oblast zahlreiche feindliche Ziele, weshalb die Bevölkerung aufgerufen wurde, sich in Schutzräumen aufzuhalten. Diese Warnung zeitlich mit dem registrierten Treffer in Lutsk zusammen, was auf einen gezielten Schlag gegen die Eisenbahninfrastruktur der Region hindeutet.

Kontext: Serie von Schlägen auf die Eisenbahn

Der Vorfall in Lutsk ist kein Einzelfall. Die ukrainische Eisenbahn wird systematisch angegriffen. So traf am 13. August in der Oblast Odessa eine „Schahed'-Drohne den Lok eines Personenzuges: Der Lokführer und sein Assistent kamen ums Leben, doch dank des Handelns der Besatzung konnten 340 Passagiere gerettet werden. Zusätzliche Quellen verzeichnen auch andere Episoden von Schlägen auf den Schienenverkehr in verschiedenen Regionen – insbesondere unter Charkiw und in der Oblast Dnipropetrowsk, wo laut Berichten Tote und Verletzte zu beklagen sind. Dies unterstreicht, dass die Eisenbahninfrastruktur für den Gegner ein prioritäres Ziel bleibt.

Widersprüchliche Angaben

Zwischen der ersten Meldung und den zusätzlichen Quellen gibt es Abweichungen in der Geografie und in der Bewertung der Folgen. Pertzowsky nennt Lutsk und Fastiw als Trefferpunkte und behauptet, es gebe keine Verletzten. Dabei wird in der Liste der überprüften Quellen nur der Angriff in Lutsk (RBC-Ukraine) gesondert bestätigt, während andere Veröffentlichungen auf Treffer in völlig anderen Regionen hinweisen – unter Charkiw und in der Oblast Dnipropetrowsk –, und zwar genau dort, wo es laut ihren Angaben Tote und Verwundete gibt. Die Version „ohne Verletzte' bezieht sich somit auf den konkreten evakuierten Zug in Lutsk, während das Gesamtbild der Verluste über alle Angriffsrichtungen hinweg und die genaue Liste der betroffenen Ortschaften in den verschiedenen Quellen nicht übereinstimmen und einer zusätzlichen Verifizierung bedürfen.

Angesichts des andauernden Angriffs und der Drohnen über den Regionen warnt „Ukrzaliznytsia' vor möglichen Änderungen im Fahrplan. Das Unternehmen ruft die Passagiere auf, die aktuellen Informationen zu verfolgen und Sicherheitsmaßnahmen einzuhalten. Die endgültige Zahl der betroffenen Bahnhöfe und Züge sowie die abschließenden Angaben zu den Folgen in den verschiedenen Regionen bleiben zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch unklar.