Die Grenzübertrittsstelle „Jahodyn“ arbeitet weiterhin im Normalbetrieb

Stand 11:40 Uhr am 13. September 2026 arbeitet der internationale Grenzübertrittspunkt „Jahodyn“ in der Oblast Wolyn weiter im Normalbetrieb. Dies erklärte der Sprecher des ukrainischen Grenzschutzdienstes, Andrej Demtschenko, in einem Kommentar gegenüber RBC-Ukraine. Den Angaben zufolge haben die russischen Besatzer es nicht geschafft, den Grenzübertrittspunkt direkt zu treffen, weshalb sein Betrieb nicht eingestellt wurde. „Die Grenzübertrittsstelle „Jahodyn“ arbeitet derzeit im Normalbetrieb“, betonte der Vertreter des Grenzschutzdienstes.

Angriffe auf die Eisenbahninfrastruktur in Wolyn

Gleichzeitig teilte der Sprecher des Grenzschutzdienstes mit, dass russische Kräfte die Eisenbahninfrastruktur in der Oblast Wolyn angegriffen haben. Mit einer offiziellen Erklärung dazu trat die Pressestelle der „Ukrzaliznyzja“ hervor, die darauf hinwies, dass die Angriffe des Feindes auf die Eisenbahn bereits den zweiten Tag in Folge erfolgen. „Heute wurde in Wolyn, zwei Kilometer von der polnischen Grenze entfernt, ein Angriff auf eine Lokomotive eines Personenzuges durchgeführt. Die Überwachungseinheit hatte die Zugbesatzung rechtzeitig vor der Gefahr gewarnt, sodass niemand zu Schaden kam“, heißt es in der Erklärung. Derzeit wird die Überwachung neuer Luftbedrohungen fortgesetzt sowie der Zugverkehr sichergestellt.

Reaktion Kiews und Appell an die westlichen Partner

Auf den russischen Angriff in der Nähe der ukrainisch-polnischen Grenze in Jahodyn hatte zuvor der ukrainische Außenminister Andrej Sybiha reagiert. Laut Interfax rief er die westlichen Partner auf, „sofort auf die russischen Angriffe auf den Grenzübertrittspunkt „Jahodyn“ zu reagieren“. Damit hat der Vorfall an der polnischen Grenze nicht nur eine innenukrainische, sondern auch eine internationale diplomatische Dimension erhalten.

Risiko einer Betriebsunterbrechung der Grenzübertrittsstelle

Trotz des Normalbetriebs warnte Andrej Demtschenko davor, dass die Angriffe des Feindes in dieser Region zunehmen. Das bedeutet, dass der Betrieb der Grenzübertrittsstelle unterbrochen werden kann, wenn die Sicherheitslage dies erfordert. Der Grenzschutzdienst führt die Überwachung der Luftbedrohungen fort und koordiniert die Sicherstellung des Verkehrs, einschließlich des Eisenbahnverkehrs, in der Grenzzone.

Widersprüchliche Angaben

Zwischen den offiziellen Erklärungen und den Berichten in den sozialen Medien gibt es eine Diskrepanz bei der Bewertung des Umfangs des Angriffs auf den Grenzübertrittspunkt selbst. Der Grenzschutzdienst behauptet, dass russische Kräfte „Jahodyn“ nicht direkt getroffen haben und er deshalb im Normalbetrieb arbeitet. Gleichzeitig werden in den sozialen Medien, wie die Publikation my.ua berichtet, Meldungen veröffentlicht, wonnen an der polnischen Grenze Tankstellen und Lastwagen brennen, was auf eine mögliche Trefferwirkung auf die angrenzende Infrastruktur des Grenzübertrittspunkts hindeutet. Eine Version bestätigt also den Erhalt des Normalbetriebs ohne direkten Treffer auf den Punkt, die andere – Brände von Objekten im Bereich des Grenzübertrittskomplexes. Bis zu weiteren Bestätigungen sind diese Angaben als nicht abgestimmt zu betrachten.