Die ukrainische Regierung schaltet auf einen Modus der Notfallreaktion um, angesichts der verstärkten Aggression Russlands. Ministerpräsident Serhij Kuretskyj kündigte Notfallsitzungen mit Führern der Wirtschaftsgemeinschaft an, die für den 5. August geplant sind. Das Hauptziel ist die Entwicklung neuer, effektiver Mechanismen, die es der Wirtschaft ermöglichen, unter Bedingungen eines beispiellosen Drucks zu funktionieren.
Ausweitung der Angriffe und Treffer an der Infrastruktur
Anlass für das sofortige Eingreifen der Regierung war ein massiver Angriff in der Nacht zum 5. August. Laut Angaben des Ministerpräsidenten setzte der Gegner eine beispiellose Anzahl an Angriffsmitteln ein: 28 Raketen und 115 Drohnen. Infolge der Beschuss starben 17 Menschen, weitere 44 Zivilisten wurden verletzt. Zu den Opfern gehören Bewohner von Kiew und des Rajons Browary.
Im Statement von Serhij Kuretskyj wurde besonderes Augenmerk auf die Art der Angriffe gelegt. Russland attackiert gezielt nicht nur militärische Objekte, sondern auch die zivile Infrastruktur, die für die Wirtschaft lebenswichtig ist. Betroffen waren Wohnhäuser, Einkaufszentren, Lagerhäuser und Logistikkomplexe.
Wirtschaft im Visier: Eine neue Realität
Der Regierungschef betonte, dass sich das Ausmaß des Terrors vergrößert und nun auch Unternehmen erfasst, die Millionen von Menschen versorgen. „Bei diesen Angriffen gibt es kein militärisches Ziel – es ist Terrorismus“, erklärte Kuretskyj. Ukrainischen Unternehmen und Produktionsstätten wurde Schaden zugefügt, was eine Bedrohung für die Kontinuität der Arbeit von Logistikunternehmen und Handelsbetrieben darstellt.
Zur Beseitigung der Folgen des Angriffs wurden erhebliche Ressourcen mobilisiert: 410 Rettungskräfte des Staatlichen Dienstes für Notfälle (GSCHS) und mehr als 100 Einheiten spezieller Technik. Das Wirtschaftsministerium hat bereits entsprechende Weisungen des Ministerpräsidenten zur Organisation der Zusammenarbeit mit Unternehmern erhalten.
Aktionsplan der Regierung
In einer Situation, in der die Luftverteidigung die feindliche Ballistik und Raketen nicht vollständig stoppen konnte, sucht die Regierung nach Wegen zur Anpassung der Wirtschaft. Die für den 5. August geplanten Treffen sollen Lösungen finden, die es der Wirtschaft ermöglichen, zu überleben und weiterzuarbeiten, trotz Zerstörungen und Bedrohungen.
Die Situation wird dadurch erschwert, dass Schlüsselknotenpunkte der Logistik und des Handels getroffen wurden. Der Ministerpräsident sprach den Angehörigen der Getöteten sein aufrichtiges Beileid aus und appellierte zur Konsolidierung der Anstrengungen, um die Folgen der neuen Aggressionswelle zu bewältigen.