Laut einem Analysebericht von Mark Gurman für das Medienunternehmen Bloomberg, auf den sich RBC-Ukraine bezieht, bereitet Apple die Veröffentlichung eines überarbeiteten 24-Zoll-Monoblocks iMac auf Basis des neuen Prozessors M6 vor. Die Präsentation des Geräts soll voraussichtlich im Rahmen einer großen Ankündigungsreihe der Marke noch bis Ende 2026 stattfinden. Die Neuerscheinung wird die aktuelle iMac-Version mit M4-Chip ersetzen, die im Oktober 2024 auf dem Markt erschien – was bedeutet, dass für diese Reihe von Desktop-Computern eine gesamte Generation von Prozessoren übersprungen wird.
Übergang zum 2-Nanometer-Fertigungsprozess
Das wichtigste technische Merkmal des kommenden iMac wird der M6-Prozessor sein, der laut Entwicklern der erste Chipsatz des Unternehmens für Mac-Computer ist, der nach dem neuesten 2-Nanometer-Technologieprozess gefertigt wurde. Die Ingenieure sind überzeugt, dass dieser Übergang einen spürbaren Leistungssprung bringen und gleichzeitig den Energieverbrauch des Geräts deutlich senken wird. Damit sichert sich Apple für den Desktop-Bereich einen fortschrittlichen Fertigungsprozess, der zuvor vor allem mit hochklassigen mobilen Plattformen assoziiert wurde.
Überspringen der M5-Generation
Die Entscheidung, direkt zum M6 zu wechseln, bedeutet, dass Apple die M5-Chip-Serie für den iMac-Monoblock vollständig übersprungen hat. Einen solchen Schritt hat das Unternehmen bereits zuvor unternommen, als die Monoblock-Reihe die M2-Generation übersprang. Dies bestätigt die Strategie von Apple, Updates von Desktop-Geräten mit den ausgereiftesten und leistungsfähigsten Chips abzustimmen, statt mit jedem Zwischenrelease der Prozessorlinie.
Design und Farbpalette
Neben der internen Ausstattung bereitet der Hersteller auch visuelle Änderungen vor. In Cupertino plant man, die Farbpalette der Monoblocks zu erneuern: Die aktuelle Reihe umfasst sieben Varianten – grün, gelb, orange, rosa, lila, blau und silber – während die neuen Farbtöne vom Unternehmen noch geheim gehalten werden. Alle anderen physikalischen Parameter bleiben dabei unverändert: Gehäuse und 24-Zoll-Display werden der aktuellen iMac-Version vollständig entsprechen.
Widersprüchliche Angaben
In den Formulierungen der Quellen ist eine Unstimmigkeit zu erkennen, die es zu klären gilt. Einerseits wird im Bericht behauptet, Apple „überspringe vollständig' die M5-Generation für seine Desktop-PCs. Andererseits werden im selben Ankündigungszeitraum Ende 2026 Mac-Studio-Workstations mit den Top-Konfigurationen M5 Max und M5 Ultra sowie die Basisversion des 14-Zoll-MacBook Pro auf M6-Basis erwartet. Das heißt, das Überspringen von M5 betrifft genau die iMac-Reihe (direkter Wechsel von M4 auf M6), während andere Desktop-Geräte der Mac-Familie im selben Zyklus Chips der M5-Serie erhalten. Die These vom „vollständigen Überspringen von M5 für Desktop-PCs' ist daher nur für den Monoblock zutreffend, nicht aber für das gesamte Desktop-Portfolio des Unternehmens.
Kontext der Ankündigungen und OLED-Variante
Die Premiere des neuen iMac wird in das breite Präsentationsprogramm von Apple Ende 2026 eingebettet, zu dem auch das 14-Zoll-MacBook Pro mit M6 sowie das Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra gehören. Zudem berichten Gerüchte, dass Ingenieure parallel einen iMac mit modernem OLED-Display entwickeln; das Erscheinen einer solchen Variante wird jedoch erst in einigen Jahren und nicht im nächsten Update-Zyklus erwartet.