Der Markt für hochklassige Mobile-SoCs befindet sich in einer Phase deutlicher Preiserhöhungen. Laut Berichten von Technik-Experten soll der neue MediaTek-Dimensity-9600-Pro-Chipsatz bis zu 220 Dollar pro Stück kosten – ein neuer Preisrekord für den taiwanesischen Hersteller. Der bisherige Flaggschiff-Chip des Unternehmens, der Dimensity 9500, wurde von Analysten auf 180 bis 200 Dollar geschätzt, was bedeutet, dass die Kosten des neuen Generationssprungs um rund 10 bis 20 Prozent und mehr gestiegen sind.
Ursache der Preiserhöhung: Wechsel auf den 2-nm-Verfahrensprozess
Als Haupttreiber der Preiserhöhung nennen Experten den Wechsel auf das fortschrittliche 2-Nanometer-Verfahren der TSMC-Fabrik. Genau dieser Produktionsschritt ist das teuerste Segment der modernen Halbleiterindustrie, und seine Nutzung wird zwangsläufig in die Selbstkosten jedes Chips einkalkuliert. Zum Vergleich: Nach Schätzungen von Quellen übersteigt der Rubel-Äquivalentwert des Dimensity 9600 Pro bereits 18.500 Rubel, was den Umfang der Preiserhöhung vor dem Hintergrund des Wechsels auf die neue Norm des Verfahrensprozesses anschaulich widerspiegelt.
Vergleich mit der Konkurrenz: MediaTek könnte günstiger bleiben
Trotz der hohen absoluten Kosten könnte das MediaTek-Neuheitsprodukt nach Berechnungen von Beobachtern die günstigste Lösung unter allen 2-Nanometer-Flaggschiff-Plattformen sein. Der Qualcomm Snapdragon 8 Elite Gen 6 Pro soll nach Schätzungen von Quellen 240 bis 260 Dollar pro Stück kosten, und der erwartete Preis des Apple A20 Pro liegt ebenfalls bei rund 260 Dollar. Damit behält der Dimensity 9600 Pro mit einem Preis von bis zu 220 Dollar im Segment der 2-nm-Chips seinen relativen Preisvorteil.
Leistung und Energieeffizienz
Die ersten Tests des Dimensity 9600 Pro zeigen, dass der Chip gegenüber der vorherigen Generation keinen deutlichen Sprung in der reinen Leistung bringen wird. Gleichzeitig ist ein spürbarer Anstieg der Energieeffizienz sowie neue Mechanismen zur Optimierung der Speichernutzung des Smartphones zu erwarten, auf die MediaTek den Schwerpunkt legt. Das heißt, es wird nicht auf rekordhohe „nackte' Kennzahlen gesetzt, sondern auf das Gleichgewicht aus Leistung, Akkulaufzeit und Ressourcenmanagement.
Auswirkungen auf die Smartphone-Preise
Der Anstieg der Komponentenkosten über die Marke von 200 Dollar erzeugt zusätzlichen Preisdruck auf die Schlüsselspieler des Marktes – Apple, Samsung und andere Gerätehersteller. Ob die Unternehmen diese Kosten auf eigene Rechnung ausgleichen oder die Preiserhöhung an die Endkunden der Gadgets weitergeben werden, ist derzeit unklar. In jedem Fall legt die Verteuerung der Flaggschiff-Plattformen den Grundstein für höhere Preise bei Top-Smartphones der neuen Generation.
Widersprüchliche Daten
Hier ist es wichtig, die Diskrepanz in den Informationsstatus ehrlich zu benennen. Einerseits arbeiten eine Reihe von Medien und Analysten mit der konkreten Zahl von 220 Dollar für den Dimensity 9600 Pro und vergleichbaren Schätzungen für Qualcomm und Apple. Andererseits veröffentlicht MediaTek offiziell keine Preislisten: Der Endpreis des Chips hängt von den Einkaufsmengen und den Bedingungen individueller Verträge mit Smartphone-Herstellern ab. Daher sind die genannten Beträge als Schätzungen und Leaks aus der Lieferkette zu betrachten und nicht als vom Unternehmen bestätigte Einzel- oder Großhandelspreise. Der Trend zur Verteuerung ist dabei offensichtlich und wird von allen Quellen bestätigt.