Die offizielle Auslieferung von Apples erstem Falt-Smartphone, dem iPhone Duo, beginnt am Freitag, den 23. Oktober 2026. Berichten von RBK-Ukrajina unter Berufung auf den Tech-Analysten Ice Universe auf X zufolge haben jedoch einige Nutzer das Gerät bereits wenige Tage früher erhalten und Mängel an der Displaybeschichtung im Faltbereich festgestellt. Der frühe Zugriff auf das Gerät hat Nuancen zutage gefördert, die bei den Präsentationen nicht zu sehen waren, und genau diese werfen nun bei den ersten Besitzern die meisten Fragen auf.
Eine andere Philosophie: Weiche Beschichtung statt UTG
Während der ersten Testberichte zur Präsentation lobten Analysten und Blogger Apple für eine praktisch unsichtbare Falte auf dem iPhone-Duo-Bildschirm. Die reale Nutzungserfahrung zeigt jedoch die Kehrseite dieser Entscheidung. In Cupertino wurde ein Ansatz gewählt, der sich von der Strategie der Konkurrenz unterscheidet: Während Samsung bei seinen Fold-Modellen ultradünnes, flexibles Glas (Ultra Thin Glass, UTG) für eine harte Oberfläche verwendet, hat Apple auf eine weichere Schutzschicht gesetzt. Nach Vorstellung der Entwickler soll dies einen relativ günstigen Austausch der Schicht bei Kratzern ermöglichen, doch genau diese „Weichheit“ ist nun der Auslöser für erste Beschwerden.
Was erste Nutzer berichten
Erste Video-Reviews von echten Anwendern zeigen, dass die Beschichtung über dem Scharnier zu weich geraten ist. Ein Weibo-Nutzer namens Kang, der Hands-on-Zugang zu dem Gerät hatte, berichtete, dass sich die Bildschirmfalte unerwartet weich anfühle: Wenn man mit einer Fingerkante in diesem Bereich drückt, können spürbare Einkerbungen entstehen. Seinen Angaben zufolge tritt dieses Verhalten auf mehreren Geräten auf, was einen Einzelfallfehler ausschließt. Dies wirft Fragen auf, wie die Konstruktion mit dem in Leaks erwähnten UTG variabler Dicke zusammenhängt — mit einem dünneren zentralen Faltbereich und dickeren Randzonen: Möglicherweise hat Apple einen grundlegend anderen Weg gewählt, um die Spannung rund um den Knick zu steuern.
Optisch kaum sichtbar, haptisch anders
Ein wichtiger Aspekt, auf den frühe Testberichte hinweisen, ist die Diskrepanz zwischen visueller und haptischer Wahrnehmung. Wenn der Bildschirm einfach eingeschaltet und nicht berührt wird, fällt die Falte kaum auf. Beim Wischen mit dem Finger über die Mittellinie des Displays wird sie jedoch nicht nur deutlich sichtbar, sondern auch physisch spürbar, da der Scharnierbereich unter Druck nachgibt. Genau diese Kombination aus „Unsichtbarkeit im Ruhezustand“ und „Weichheit bei Kontakt“ unterscheidet das iPhone Duo von Konkurrenzprodukten, bei denen die Oberfläche im Knickbereich in der Regel deutlich härter wirkt.
Haltbarkeit fraglich
Bislang ist unklar, wie sich diese Konstruktion im Laufe der Zeit verhalten wird. Bei vielen faltbaren Smartphones wird die Falte mit zunehmender Anzahl von Klappzyklen ausgeprägter, und eine weiche Beschichtung könnte theoretisch schneller verschleißen als hartes Glas. Konstruktivere und umfassendere Schlüsse zur Zuverlässigkeit des Bildschirms lassen sich erst nach der Markteinführung des Geräts und der Ansammlung von Statistiken einer breiten Nutzerbasis ziehen. Die bisherigen Beobachtungen beziehen sich auf eine begrenzte Anzahl früher Muster und sollten als vorläufig betrachtet werden.