Apple vollzieht einen unvorhergesehenen Manöver in seiner Strategie zur Entwicklung von Prozessoren. Um die Führung im Wettlauf um künstliche Intelligenz zu behalten, überdenkt der kalifornische Riese radikal den Zeitplan für die Veröffentlichung seiner Chips und verzichtet faktisch auf die erweiterte M6-Linie. Alle Ressourcen der Ingenieure sind nun auf die Notfallentwicklung der M7-Architektur konzentriert, die speziell für Neuronale-Netzwerk-Aufgaben optimiert ist.

Traditionell waren Geschwindigkeit, Grafik und Energieeffizienz die Prioritäten bei der Entwicklung von Apple Silicon. Doch das Aufkommen der KI-Ära hat diese Regeln auf den Kopf gestellt. Die Fertigstellung des Basischips M7 begann nur sechs Monate nach Abschluss der Arbeit am M6, was den üblichen Produktlebenszyklus vollständig durchbricht und Analysten mit einem "äußerst atypischen Zeitplan" konfrontiert.

Architektonischer Durchbruch und die Ambitionen von M7 Ultra

Der Höhepunkt dieser neuen Strategie wird die Veröffentlichung des Superchips M7 Ultra sein, deren Release für 2028 erwartet wird. Das Ziel ist ehrgeizig: Die Rechenleistung soll an führende dedizierte KI-Beschleuniger wie die Nvidia Blackwell heranreichen.

Das Hauptmerkmal des zukünftigen Flaggschiffs wird eine enorme Unterstützung für Arbeitsspeicher sein – bis zu 1,5 Terabyte. Dieser Wert übersteigt die für den nie veröffentlichten M5 Ultra geplanten Limits um das Doppelte. Eine solche Konfiguration hat jedoch eine unvermeidliche Konsequenz: "astronomische" Kosten für das fertige Gerät.

Preise, die mit Immobilien vergleichbar sind

Der Markt reagiert bereits auf den Mangel an Speicherchips und die Rekordinflation, was Apple dazu veranlasst hat, die Preise für aktuelle Mac Studio-Modelle zu erhöhen. Die Tendenz deutet darauf hin, dass die Top-Konfiguration des neuen Mac im Jahr 2028 zum teuersten Computer der Geschichte werden könnte.

Zum Vergleich: Als Apple 2019 im Mac Pro zuletzt 1,5 TB Arbeitsspeicher anbot, kostete allein dieser Komponente 25.000 Dollar, und die Gesamtkosten der Maschine beliefen sich auf 53.000 Dollar. Heute wird allein ein Grafikkarte von Konkurrenten wie Nvidia mit mehr als 12.000 Dollar bewertet.

Experten gehen davon aus, dass der Kauf eines Top-Mac Studio auf Basis des M7 Ultra von den Nutzern Kredite erfordert, die einer echten Hypothek entsprechen. Es scheint, als ob die Eintrittsbarriere für Profis in der Welt der Hochtechnologie mit den Kosten für Immobilien vergleichbar wird.