Am 29. August 2026 wurde ein Produktionsstandort von PepsiCo in der Oblast Mykolajiw der Ukraine durch Beschuss seitens der russischen Streitkräfte beschädigt. Dies berichtete das Medium RBC-Ukraine unter Verweis auf einen offiziellen Kommentar des Unternehmens. PepsiCo bestätigte den Vorfall und versicherte, dass unter den Mitarbeitern und dem Personal des Betriebs keine Verletzten seien. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Artikels befand sich das Unternehmen in der Phase der Bewertung des gesamten Umfangs des angerichteten Schadens.
Offizielle Stellungnahme von PepsiCo
In einer an die Medien gerichteten Erklärung betonten die Vertreter von PepsiCo: „Die Sicherheit unserer Mitarbeiter ist unsere oberste Priorität, und wir bestätigen, dass es keine Verletzten gibt.“ Das Unternehmen wies darauf hin, dass es derzeit daran arbeite, den vollen Umfang der Schäden an Infrastruktur und Ausrüstung zu bestimmen, und dass es operative Maßnahmen ergreife, um die Lieferungen von Produkten an Kunden und Endverbraucher auf dem Gebiet der Ukraine wiederherzustellen. Konkrete Zeitrahmen für die Wiederherstellung der Produktionskapazitäten wurden in der offiziellen Stellungnahme nicht genannt.
Produktionskapazitäten von PepsiCo in der Oblast Mykolajiw
In der Oblast Mykolajiw verfügt PepsiCo über zwei Produktionskomplexe: einer ist auf die Herstellung von Snacks spezialisiert, der andere auf die Produktion von Getränken. Im Portfolio des Unternehmens in der Ukraine finden sich Marken wie die Säfte „Sandora“ und „Sadotschok“, die Softdrinks Pepsi, 7UP, Mirinda sowie der kalte Tee Lipton Ice Tea. PepsiCo nimmt führende Positionen auf dem ukrainischen Saftmarkt ein, was den beschädigten Betrieb zu einem der Schlüsselknoten in der Lieferkette für Tausende von Verkaufsstellen im ganzen Land macht.
Reihe von Angriffen auf das ukrainische Geschäft
Der Vorfall mit der PepsiCo-Produktion wurde Teil einer breiteren Reihe von Angriffen auf Objekte der ukrainischen Wirtschaft. Allein am 27.–28. August 2026 gerieten mehrere große Unternehmen unter Beschuss der russischen Streitkräfte: das Handelsnetz „Epizentr“, das Logistikunternehmen „Nowa Poschtscha“, der Likör- und Schnapsbetrieb „Chortytsja“ in Saporischschja und andere Unternehmen. Der wiederkehrende Charakter solcher Angriffe zeugt von einer gezielten Strategie des Drucks auf den Wirtschaftssektor der Ukraine, was laut Experten die Lieferketten und die Preisbildung auf dem Binnenmarkt beeinflussen kann.
Wiederherstellung der Lieferungen und weitere Schritte
Laut PepsiCo besteht die Priorität auf der aktuellen Stufe in der Wiederherstellung der Funktionsfähigkeit der beschädigten Linien und der Minimierung der Unterbrechung der Lieferungen. Das Unternehmen gab keine Details darüber preis, welcher der beiden Komplexe in Mykolajiw (Snack- oder Getränkekomplex) genau durch den Beschuss beschädigt wurde. Es wird erwartet, dass PepsiCo nach Abschluss der Schadensbewertung aktualisierte Informationen zu den Zeitrahmen für die vollständige Rückkehr zum regulären Betriebsmodus vorlegen wird. Angesichts der andauernden Kampfhandlungen wird das Unternehmen voraussichtlich zusätzliche Maßnahmen zum Schutz der Produktionsanlagen und zur Diversifizierung der Logistikrouten prüfen.