Das Ministerium für Bildung und Wissenschaft der Ukraine hat umfassende Änderungen im Bewertungssystem der Sekundarstufe eingeleitet. Die Behörde schlug vor, ein einheitliches Formular für Leistungsnachweise für Schüler der Klassen 5-9 einzuführen, das den Ansatz zur Erfassung von Schülererfolgen qualitativ verändern soll.

Ziele und Struktur des neuen Dokuments

Das neue Dokument wurde im Rahmen der umfassenden Bildungsreform „Neue ukrainische Schule“ entwickelt. Die Hauptidee der Neuerung besteht darin, sich von rein trockenen Punkten und Noten zu entfernen. Das Zeugnis soll nicht nur die akademischen Leistungen, sondern auch den tatsächlichen Lernfortschritt des Kindes sowie die Entwicklung seiner Schlüsselkompetenzen umfassend widerspiegeln. Das Ministerium betont, dass eine moderne Bewertung nachweisen muss, dass die Schüler in der Lage sind, das erworbene Wissen und die Fähigkeiten in der Praxis anzuwenden.

Schrittweise Einführung und öffentliche Diskussion

Damit das System reibungslos und ohne Stress für die Beteiligten des Bildungsprozesses funktioniert, schlägt das Ministerium vor, das Ausfüllen der neuen Leistungsnachweise schrittweise verpflichtend zu machen. Dies wird es den pädagogischen Teams ermöglichen, sich qualitativ auf die Änderungen vorzubereiten, und den Entwicklern elektronischer Klassenbücher, ihre Softwareprodukte an einheitliche Standards anzupassen. Alle Abschnitte des Dokuments sollen ab dem 1. September 2027 vollständig verbindlich werden. Derzeit befindet sich das Projekt in der Phase der öffentlichen Diskussion, und das Ministerium nimmt Vorschläge von Lehrern, Eltern und Experten bis zum 21. Oktober 2026 entgegen.

Widersprüchliche Daten

In der Expertenkreisen und Elternräten werden Fristen und die Bereitschaft von Bildungseinrichtungen für einen so umfassenden Übergang aktiv diskutiert. Einige Experten äußern Bedenken hinsichtlich der zusätzlichen bürokratischen Belastung der Lehrer, die neue Formate der Kompetenzüberwachung erlernen müssen. Gleichzeitig bestehen Vertreter des Ministeriums darauf, dass detaillierte methodische Empfehlungen und ein schrittweiser Übergang langfristig Zeit sparen und die Bewertung für Eltern und Schüler gleichermaßen transparent und verständlich machen.