Es ist physisch unmöglich, die Bortnytschi-Belüftungsanlage (BAS) mit nur wenigen gezielten Schlägen außer Betrieb zu setzen. Laut Serhij Horkusenko, stellvertretender Generaldirektor von "Kiewwodokanal", sind die Hauptfaktoren zum Schutz der Anlage ihre kolossale Fläche und die mehrstufige Redundanz kritischer technologischer Knotenpunkte und Lebensversorgungssysteme.
Infrastrukturschutz und Anlagengröße
Der Experte kommentierte die im Informationsraum verbreiteten Befürchtungen, dass den Russen angeblich eine minimale Anzahl von Treffern für eine langfristige Stilllegung der Anlage ausreicht, und wies dieses Szenario kategorisch zurück. Das BAS-Gelände ist so riesig und die Kommunikationen sind an so vielen Punkten verteilt und dupliziert, dass ein kompletter Stopp seines Betriebs einen massiven flächendeckenden Beschlag des gesamten Anlagenbereichs erfordern würde.
Notfallaktionsplan und Schutz der Wohngebiete
Auf Fragen zu möglichen Angriffen auf Sammler, die Abwasser aus der Metropole transportieren, betonte der Vertreter von "Kiewwodokanal", dass die Hauptarterien tief unter der Erde, insbesondere unter dem U-Bahn-System, verlegt sind. Für den Fall von Notfällen haben die Spezialisten des Unternehmens einen detaillierten Aktionsplan ausgearbeitet. Dieser sieht die garantierte Ableitung von Abwasser aus der Hauptstadt zu zwei bis drei Kontrollpunkten, dessen schnelles Abpumpen und logistischen Abtransport vor.
Umweltrisiken und historische Erfahrung
Die Unternehmensführung versichert, dass das Abwassersystem innerhalb der Wohngebiete selbst unter allen Szenarien weiter funktionieren wird, unabhängig von Stromausfällen oder anderen externen Faktoren. Als oberste Priorität nennen die Fachdienste die Verhinderung der Überflutung von Kellern und angrenzenden Gebieten. Mögliche temporäre Einleitungen in den Dnipro im Falle von Unfällen werden dank der natürlichen Selbstreinigungskapazität des Flusses keine katastrophalen Folgen haben, was durch Präzedenzfälle aus der Vergangenheit bestätigt wurde.