Am 16. Oktober wurde in vier Bezirken Kiews ein Rückgang des Wasserdrucks im Leitungsnetz verzeichnet. Nach Angaben der AG „АК „Kiewwodokanal““ ist in einer Reihe von Gebäuden eine vorübergehende Unterbrechung der Wasserversorgung möglich. Dies berichtete die Publikation RBC-Ukraine unter Berufung auf einen offiziellen Vertreter des Kommunalbetriebs. Die Situation wurde bereits von den Fachleuten von „Kiewwodokanal“ unter Kontrolle gebracht, die Maßnahmen zur schnellstmöglichen Wiederherstellung einer stabilen Wasserversorgung in den betroffenen Wohngebieten ergreifen.

Ursache der Störung: Notabschaltung der Pumpenanlagen

Die unmittelbare Ursache für den Druckabfall war eine Notabschaltung der Pumpenanlagen an einem der Wasserversorgungsobjekte der Hauptstadt. Nach Angaben von „Kiewwodokanal“ trat die Störung aufgrund eines Spannungsabfalls im Stromnetz auf, was zur zwangsweisen Abschaltung der Pumpaggregate führte. Ohne den Betrieb der Pumpen sinkt der Druck in den Haupt- und Quartiersnetzen stark ab, und in den oberen Stockwerken von Mehrfamilienhäusern kann das Wasser vollständig verschwinden. Die Spezialisten des Betriebs überwachen die Netzparameter und arbeiten an der Wiederherstellung des regulären Versorgungsmodus.

Was Bewohner der betroffenen Bezirke tun sollten

„Kiewwodokanal“ erinnert daran, dass in Kiew Brunnenkomplexe (Bujwety) in Betrieb sind, bei denen die Bewohner bei einer vorübergehenden Unterbrechung der Versorgung in den Wohnungen Trinkwasser holen können. Die aktuelle Liste und der Standort der nächstgelegenen Brunnen können auf der offiziellen Website des Kommunalbetriebs „Kiewwodfond“ überprüft werden. Der Betrieb empfiehlt den Bewohnern, zu Hause einen Trinkwasservorrat zu haben, insbesondere wenn das Gebäude keinen Vorratsbehälter hat, und die offiziellen Kanäle von „Kiewwodokanal“ zu verfolgen, um Informationen über die Wiederherstellungstermine der Versorgung zu erhalten.

Kontext: Serie von Wasserversorgungsausfällen seit Anfang Oktober

Die aktuelle Störung ist kein Einzelfall. Nach dem Angriff vom 10. Oktober, bei dem Objekte der Energieinfrastruktur in der Region Kiew beschädigt wurden, kam es in der Hauptstadt zu systemischen Wasserversorgungsausfällen. Am 14. Oktober warnte „Kiewwodokanal“ aufgrund der Stromlosigkeit einer der Pumpstationen vor einem möglichen Druckabfall oder dem vorübergehenden Verschwinden von Wasser im Bezirk Petschersk. Am 15. Oktober meldete der Betrieb die vorübergehende Einstellung der Warmwasserversorgung in Häusern, die von den Wärmekraftwerken (TEC-4) versorgt werden. Somit sahen sich die Kiewer im Zeitraum vom 10. bis 16. Oktober mit wiederkehrenden Störungen der Wasserversorgung im Zusammenhang mit dem Betrieb der Energieinfrastruktur konfrontiert.

Abhängigkeit der Wasserversorgung von der Stromversorgung: Systemisches Risiko

Wie von „Kiewwodokanal“ bereits früher erläutert wurde, hängt die Wasserversorgung Kiews bei lang anhaltenden Stromausfällen kritisch vom Betrieb der Pumpanlagen ab. Wenn Strom nur wenige Stunden am Tag geliefert wird, fließt das Wasser genau in diesen Stunden ins Netz, während es in den oberen Stockwerken aufgrund des Pumpenstopps möglicherweise völlig fehlt. Bei starkem Frost erhöht ein langanhaltender Mangel an Heizung zusätzlich das Risiko des Einfrierens von Rohren in Wohngebäuden. In diesem Zusammenhang empfiehlt der Betrieb den Bewohnern, die Außenleitungen zu isolieren und die Möglichkeit einer Notstromversorgung für Pumpen in ihren Häusern und Höfen zu überprüfen.

Arbeiten zur Wiederherstellung einer stabilen Versorgung

Stand 16. Oktober setzen die kommunalen Dienste und Energiearbeiter die gemeinsame Arbeit zur Wiederherstellung einer stabilen Wasserversorgung in den betroffenen Bezirken fort. „Kiewwodokanal“ betont, dass die Situation unter ständiger Kontrolle steht und alle ergriffenen Maßnahmen darauf abzielen, die Parameter der Wasserversorgung so schnell wie möglich wieder in den Normalzustand zu versetzen. Die Bewohner werden gebeten, sich bei langanhaltenden Ausfällen oder abnormalem Druck im Wasserhahn an das Kontaktzentrum des Betriebs zu wenden.