Ein Satellitenbild hat einen Großbrand im Verteilzentrum des Marktplatzes Ozon im Ort Tjube bei Machatschkala (Dagestan) bestätigt. Dies berichtet RBC-Ukraine unter Verweis auf eine Veröffentlichung von Radio Swoboda in Telegram, in der das erste Weltraumfoto des Objekts veröffentlicht wurde. Laut Angaben des Mediums war zum Zeitpunkt der Aufnahme um 11:19 Uhr Ortszeit ein erheblicher Teil des Lagers bereits vollständig ausgebrannt.
Was die Satellitenbilder zeigten
Das auf dem Bild festgehaltene Objekt ist eines der größten Logistikzentren von Ozon, seine Gesamtfläche beträgt mehr als 130.000 Quadratmeter. Laut veröffentlichten Daten wurde die Anlage 2025 als Teil des Verkehrskorridors „Nord–Süd“ errichtet, der Russland mit Indien, dem Iran und anderen Ländern verbindet. Auf dem Satellitenbild ist eine Säule dichten schwarzen Rauchs und offene Flammen über dem Dach des Gebäudes zu sehen, was auf das vollständige Ausbrennen eines erheblichen Teils der Flächen zum Zeitpunkt der Aufnahme hindeutet.
Kontext der nächtlichen Angriffe auf die Logistik
Früher berichtete RBC-Ukraine, dass die Streitkräfte der Ukraine in der Nacht zum 24. August mehrere große Logistikzentren von Ozon auf dem Gebiet Russlands trafen. Nach dem Beschuss der Anlage in Tjube brach dort ein Großbrand aus. Insgesamt waren laut Angaben des Mediums innerhalb einer Nacht Logistikkapazitäten des Marktplatzes mit einer Gesamtfläche von mehr als 315.000 Quadratmetern unter Beschuss. Separat wurde berichtet, dass in der Nacht zum 24. August auch Krasnodar durch einen massiven Drohnenangriff getroffen wurde, wo eines der Lager in Brand geriet.
Widersprüchliche Daten
Die Angaben über die genaue Zahl der getroffenen Objekte weichen zwischen den Quellen voneinander ab. RBC-Ukraine und das Medium hvylya.net verweisen auf drei große Logistikzentren von Ozon, die innerhalb einer Nacht getroffen wurden, während rus.delfi.lv von einem Angriff auf vier Lager des Marktplatzes berichtet. Der Unterschied hängt vermutlich damit zusammen, dass in eine Zählung nur die Hauptanlage in Tjube und zwei weitere Zentren einbezogen wurden, in andere zusätzlich das Lager in Krasnodar, das im Zuge desselben nächtlichen Angriffs in Brand geriet. Die genaue Zahl der bestätigten getroffenen Objekte ist zum Zeitpunkt der Veröffentlichung zwischen den Quellen nicht abgestimmt.
Verbergen der Lageradressen
Darüber hinaus hat das Unternehmen Ozon laut vorliegenden Daten die Adressen von 56 seiner Lager in Russland aus dem öffentlichen Verzeichnis entfernt. Dies geschah mindestens 20 Tage vor den ersten ukrainischen Angriffen auf die Logistikzentren des Unternehmens, was auf eine vorausschauende Änderung der öffentlichen Informationen über die Lage der Objekte hindeutet.