Der ukrainische Cluster Brave1 hat den Start eines neuen staatlichen Förderprogramms für Entwickler von Verteidigungstechnik angekündigt. Im Rahmen dieser Initiative können für ein einzelnes Projekt Fördergelder in Höhe von bis zu 8 Millionen Hrywnja erhalten werden. Als prioritäre Richtungen wurden die Entwicklung von Lasersystemen zur Luftabwehr, Robotik und spezialisierter Evakuierungstransport genannt.

Laut Informationen des Verteidigungsministeriums hat der Cluster gemeinsam mit Militärspezialisten 53 Prioritätsbereiche für die Entwicklung festgelegt. Diese umfassen neun verschiedene Tätigkeitsfelder. Das Hauptziel des Staates ist es, Lösungen zu finden und zu implementieren, die einen echten technologischen Durchbruch an der Front ermöglichen.

Flexibles Finanzierungssystem

Das Programm basiert auf Flexibilität: Die Fördersumme variiert zwischen 500.000 und 8 Millionen Hrywnja. Die endgültige Summe hängt vom Reifegrad der Technologie ab. Die erhaltenen Mittel können für die Überprüfung einer Idee, die Herstellung eines fertigen Produkts oder die Durchführung von Endtests verwendet werden.

Besonderes Augenmerk liegt auf der neuen Initiative BraveTech EU. Sie wurde speziell für die ehrgeizigsten und komplexesten Entwicklungen geschaffen. Im Rahmen dieses Programms gelten andere Regeln: Die maximale Finanzierungssumme kann bereits in der Anfangsphase erhalten werden. Die Hauptanforderung an die Teilnehmer ist, dass am Ende ein funktionierender Prototyp vorliegt. Auf die Liste der kritisch wichtigen Positionen für BraveTech EU wurden mehr als 40 Positionen aufgenommen.

Von Science-Fiction zur Realität: Prioritäten der Streitkräfte

In Kürze wird Brave1 den Start spezialisierter Wettbewerbe ankündigen. Das Gesamtbudget dieser Programme übersteigt 100 Millionen Hrywnja. Diese Mittel werden in die Entwicklung von Technik investiert, die noch vor kurzem wie Science-Fiction wirkte.

Das Militär erwartet die Einführung einheimischer Radarsysteme und Laser-Luftabwehrsysteme. Im Fokus der Entwickler stehen auch humanoide Roboter und Manövrier-Airbags. Als separater Punkt in der Anforderungsliste steht die Entwicklung von Schutzsystemen gegen gelenkte Luftbomben (Anti-KAB).

Während der Veranstaltung Brave1 Advantage kündigte der ukrainische Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow offiziell einen Förderwettbewerb zur Entwicklung humanoider Roboter für die Streitkräfte an. In der ersten Phase werden ukrainische Ingenieure an einfacheren Modellen arbeiten, die schrittweise verbessert werden sollen.

Neuer Shop und fertige Lösungen

Neben der Finanzierung neuer Ideen hat der Cluster Brave1 einen spezialisierten Shop eröffnet. In diesem können Einheiten der Streitkräfte alles Notwendige je nach aktuellem Bedarf erwerben. Beispielsweise durchläuft dort derzeit der Drohnen-Abfangjäger APUS-1 das Kodifizierungsverfahren. Dieses Gerät ist für den Kampf gegen Kamikaze-Drohnen vom Typ Shahed und Aufklärungsdrohnen bestimmt.

Alle detaillierten Informationen zu den Teilnahmebedingungen an den Förderprogrammen sind bereits auf der offiziellen Website des Clusters verfügbar.